Minki und das Glöckchen III

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Kläglich mauzend zu den fremden Zweibeinern gehen?

Erfolglos.

An der großen Schere schmieren und gepeinigt aufschreien?

Keine Chance.

Sich wie ein sterbender Schwan auf den Boden werfen, verzweifelt jaulen, am Halsband kratzen und erschöpft zusammensacken?

Zumindest sahen die Felllosen nun zu ihm herüber und sprachen leise miteinander.

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M: Genug!

Sophie ließ die Worte an sich abprallen, während sie den Bleistift in ihrer Hand kreiste. Keine schnelle Bewegung. Eher eine rhythmische. Eine, die in dem Getöse der Diskussion gekonnt unterging.

Sie wollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schon gar nicht, wenn sich die halbe Klasse wegen der Nachrichten zerfleischte.

„Er hat sie vergewaltigt!“

„Ob das denn stimmt?“

„Warum sonst sollte sie eine Abtreibung wollen?“

„Weil sie keinen Bock auf das Kind hat? Wer weiß schon, ob an den Behauptungen einer Minderjährigen etwas dran ist? Vielleicht will sie ihn nur in die Scheiße ziehen?“

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Am Abgrund

Ernste Themen sollten nie totgeschwiegen werden.
Deswegen schreibe ich in meine Gedichte ja seit jeher in einem eher düsteren Unterton. Diesmal fühle ich mich jedoch verpflichtet, hierbei eine Triggerwarnung zum Thema Suizid rauszugeben.

Bitte seid gewarnt und geht verantwortungsbewusst mit dem Inhalt/Weiterleiten um.

Beste Grüße
Medra

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K: Die Grün-Augen-Kobolde II

„Was. Habt. Ihr. Euch. Dabei. Gedacht!?“

Die Worte knallten wie Kanonenschüsse durch Robbys Kopf und mit jedem Peng zuckte er etwas mehr zusammen. Verunsichert suchte er nach Isabels Hand. Seine Schwester erwiderte seine Geste fürsorglich. Doch ihre Mine blieb dabei genauso verängstigt, wie er sich fühlte.

Einzig Christoph ließ sich nach außen hin nichts anmerken. Er stand auf Isabels anderer Seite auf dem Treppenabsatz. Den Rücken durchgedrückt. Die Schultern gespannt. Die Augen harsch auf Sabine gerichtet.

„Was denn? War doch lustig“, säuselte er beinahe vergnügt.

Das Gesicht ihrer Betreuerin lernte neue Rottöne kennen.

„Lustig?“, wiederholte sie, „Wirklich? Lus-tig?“

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Fujis Seelenverwandte

Fuji fühlte sich verlorener denn je. Früher hatte er wenigstens auf die Sterne vertrauen können. Aber seitdem er sich mit ihnen zerstritten hatte, um der Sonne zu helfen …

Und nun wollte Sabine seine Hilfe nicht einmal …

Die Wolke sackte in sich zusammen.

Hatte er dem Himmelskörper wirklich nur helfen wollen, um sich selber gut zu fühlen? Nein! Oder doch? Machten andere das so? Halfen sie einzig, um im Anschluss den Dank einzuhamstern?

Eine dunkle Erinnerung kämpfte sich in ihm hoch.

„Wir leben um zu sterben“, murmelte er vor sich hin.

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