B: Nackte Panik

Lilith schüttelte sich. Sie verrenkte sich, um ihren Rücken im Spiegel sehen zu können. Kratzte ihre Haut. Ihre Haut, die sich so glatt und eben anfühlte. Ihre Haut, die sich doch uneben anfühlen sollte. Ihre Haut, auf der Blaincs wahrer Schlüssel prangen sollte …

„Das darf nicht-“, sie drehte sich halb, um über ihre andere Schulter zu sehen, „Das kann nicht- Chemy!“

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Timothy – Wahre Worte

Ich beobachtete Julies schlafenden Körper. Wie sie einatmete. Wie sie ausatmete. Ein. Und aus. Ein. Und aus. Ein stetiger Rhythmus, an dem ich mich festklammerte. Damit ich bei Sinnen blieb. Damit ich nicht abschweifte. Damit-

Als Bernhard sich in den frühen Morgenstunden vorsichtig aus dem Bett schob, war ich bereit. Ich beobachtete, wie er an Julie herantrat. Wie er seine Ehefrau beobachtete. Wie er die Hand nach ihr ausstreckte. Wie er diese seufzend zurückzog. Wie er sich lieber einen Morgenmantel überwarf.

Dann schlich er sich aus dem Zimmer.

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M: Der erste Myles IV

David Kleid war Arzt. Ein Allgemeinarzt mit eigener Praxis, die er nur dreimal die Woche für ein paar Stunden führen konnte. Für mehr hatte er keine Zeit. Selbst diese Öffnungszeiten konnte er ja teilweise kaum wahrnehmen. So bekam er manchmal mittendrin überraschenden Besuch, der seine sofortige Anwesenheit verlangte.

Besuch wie jener, der auch nun in seinen Untersuchungsraum polterte, während er die Lunge einer alten Dame abhorchte.

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Märchenstunde: Die neue Prüfung I

Liber sah dem kleinen Boot nach, in dem sein seit heute sechzehnjähriger Ziehsohn auszog. Er hatte Cleon alles offenbart, was er durfte, ohne Bellona offen zu erwähnen. Er hatte ihn gewarnt, stets an seiner Herzensgüte festzuhalten. Egal, wen oder was er dort draußen auch treffen würde.

Dennoch ließen die Sorgen nicht von ihm ab.

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K: Das Herz einer Mutter I

Die Nacht fühlte sich leichter an. Leichter als die vorherigen. Fast schon friedlich. Dabei konnte Maggie immer noch spüren, wie die Anspannung sie einnahm. Sie war seit über einer Woche da. Seit-

Die Berührung an ihrer Stirn ließ ihre Gedanken verstummen. Sachte öffnete sie die Augen. Sie starrte auf den schwarzen Stoff, auf dem sie lag. Dann auf die Hand, die routiniert an ihrem Nasenbein herabstrich, ehe sie sich wieder auf ihren Haaransatz legte. Zuletzt fiel ihr Blick auf TJ’s geschlossene Augen.

Ob er selbst kurz vorm Einschlafen war?

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