M: Schutzbefohlen

Radius beobachtete, wie Lisa ihren viel zu kleinen Jungen mit den Armen schaukelte. Lucas war so mickrig. So verletzlich! Sie konnte es immer noch nicht wahrhaben, dass sie der erste Mensch gewesen war, der seinen viel zu winzigen Körper berührt hatte. Dass er wegen ihr lebte.

Sonst nahm sie doch nur Leben.

„Er ist so klein“, flüsterte sie erneut.

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K4.5: Prolog – Der Stift des Briefeschreibers

© Medra Yawa

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Ein letztes Mal drückte SR ihre Hand, ehe er von ihr abließ. Damit sie ihm vertraute. Damit sie wusste, dass er es schaffen würde. Er hatte nicht vor, zu sterben und sie mit ihrem Wissen allein zurückzulassen.

Dennoch blieb sie bei ihm.

»Bist du dir sicher?«, erkundigte sie sich, »Gallahain ist nur einen Katzensprung entfernt und falls Generälin LaRa uns bemerkt-«

»Wir haben es doch bereits abgesprochen«, erinnerte er sie, »Auch wenn meine Kontrolle besser geworden ist: Ich brauche eine Vertraute. Und sie wird meinen Schutz vor Ragnarök benötigen.«

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B: Zwischen den Gefühlen

Lilith blieb noch zwei Stunden bei Chemy, um sich zu sammeln und auf ihre trocknen Sachen zu warten, ehe sie sich auf den Heimweg machte. Oder eher machen wollte. Denn noch ehe sie sich angezogen hatte, klopfte Mr. Brume an die Tür.

Chemy hatte ihn gerufen. Damit sie nicht allein heimfuhr. Damit er sich keine Sorgen machen würde.

Zum Dank drückte sie ihn ganz doll.

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M: Ab in die Kleinstadt

Jane Strom betrat das erste ihrer zwei neuen Häuser vorsichtig. Sie hatte beide aus Centy heraus erstanden. Ohne sie zu besichtigen. Ohne Danni diese Aufgabe zu übertragen. Oder Mrs. Kleid. Das war am sichersten gewesen. Ohne die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erregen.

„Hier … wohnen wir jetzt?“, erkundigte sich ihr Mann.

„Ja und nein“, sie wandte sich Mrs. Kleid zu, die Janes verschlafene Zwillinge in ihren Armen trug, „Für dich habe ich ein zweites Haus gekauft. Eine Straße weiter. Ich weiß ja, dass du auch mal deine Ruhe magst.“

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K: Das Herz einer Mutter II

Maggie fühlte sich wie in einer Traumwelt. Das Zimmer war ihres. Es war dasselbe vertraute Bett, in dem sie jahrelang geschlafen hatte. Derselbe Tisch vor dem Fenster. Nur der Stuhl war ein anderer. Auch lag nirgends ihre Schultasche. Stattdessen tummelten sich Schulbücher aus der ersten Klasse auf dem Nachttisch. Die Türen des Kleiderschranks waren etwas offen, weil ein viel zu buntes Shirt dazwischen klemmte. Und an der Türklinke hing ein kleines Glöckchen.

Doch die größte Veränderung war die kleine Hushen, die noch friedlich unter der Decke schlief. Neben ihrem Kopf flatterte ein Desson hastig umher. Dein Desson, der sich jedoch eilig aufs Kissen setzte, als würde er von dort aus über TC wachen.

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