Lichter der Vergangenheit

Die kühlen Gräser unter mir,
Der weite Himmel über mir.

Und ich so endlos klein.

Schleichende Kälte unter mir,
Weit entfernte Lichter über mir.

Und ich fühl‘ mich hier allein.

Die Sterne sind zum Greifen nah, 
Die Sterne sind in großer Schar,
Die Sterne sind so hell und klar,
Die Sterne sehen mich als Narr.

Denn meine Hand ist ausgestreckt.
Sie hält sich nicht bedeckt,
Sie möchte diese Lichter erfassen,
Sie möchte zu den leuchtenden Massen,
Sie möchte hochgezogen werden,
Sie möchte fort von diesen Erden.

Frei fliegen,
Frei strahlen,
Frei tanzen,
Frei sein …

Verloren starre ich in den Himmel,
Sehe das wilde Gewimmel,
Sehe das bunte Gebimmel,
Sehe einen stürzenden Schimmel?

Schneeweiß galoppiert er hinab,
Hinab, in sein finsteres Grab.
Hinab ins endlose Nichts,
Das keine Zukunft verspricht.

Meine Hand sinkt nieder,
Ich erkenne mich kaum wieder.
Ich habe Angst vor dem Schein,
Möchte nun Zuhause sein.
Drum strecke ich die Glieder,
Sehe müde nochmal nieder.

Kalter Stein, kalte Gravur,
Vom Lächeln keine Spur.
Ich lege die weiße Lilie ab,
Trete fort von dem Grab.

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