B: Weihnachtsmorgen

Bibbernd erwachte Liane in ihrem persönlichen Eisschrank. Seit jeher wollten die Heizungen nicht richtig warm werden und so hatten sie sich Alternativen überlegen müssen. Mit der Hilfe ihres Vaters hatte sie die meisten Fenster verhangen sowie Tücher in die Ritzen des gesplitterten Holzrahmens gestopft. Jedoch halfen alle Vorkehrungen nur bedingt und so sahen die Maßnahmen es eher als ihre Aufgabe, die Luft mit einer unangenehmen Schwüle zu sättigen.

Das Mädchen rollte sich schaudernd hin und her. Der Schlafsack hielt sie dabei von allen Seiten schön warm. Ihr Dad hatte ihn nach der Explosion ihres alten Hauses von einem Freund geschenkt bekommen, der gerne in die Berge campen fuhr und Liane hatte noch nichts dankbarer angenommen. Dieser Schlafsack war ihr persönlicher Lebensretter!

Müde sah Liane auf den Wecker. Das flackernde Licht der Laterne fand seinen Weg nur mühselig durch die Vorhänge in ihr Zimmer. Allerdings reichte es, um die ungefähre Position der Zeiger auszumachen.

Irgendetwas mit sechs Uhr.

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Minki und der Weihnachtsbaum

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Es ereignete sich zu einer Zeit, in der Minki das erste Mal Schnee sah. Pardon. Für ihn waren es natürlich nur komische, weiße Krümel, die aus dem kalten Himmel segelten und sich draußen auf dem Fensterbrett ablegten.

Der junge Kater starrte sie gebannt an. Er hatte noch keine Worte für dieses Phänomen. Es sah ein wenig wie Papier aus. Aber kleines Papier. Ganz kleine Fetzen eines großen unbedruckten Blattes.

Wo sie nur herkamen?

Minki sprang fröstelnd vom Fenster weg und marschierte mauzend durch die Wohnung. Er hatte gehört, wie sein Retter vor einer Weile nach Hause kam. Der Zweibeiner hatte dabei seltsame Geräusche gemacht. Als würde er etwas hinter sich her schleifen. Aber der Kater hatte sich nicht weiter darum gekümmert.

Er hatte es für Einkäufe gehalten.

Ein Blick in die Stube offenbarte jedoch eine andere Wahrheit.

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Happy Birthday!

©Medra Yawa

Oh, je! Könnt Ihr Euch vorstellen, dass dieser Blog heute seinen zweijährigen Geburtstag feiert? Nicht? Nun. Damit seid Ihr nicht allein. Vor allem nachdem ich den ersten glatt verpennt habe. CX

In diesem Sinne wird es ab heute eine kleine Verlosung geben. Den Gewinnern (ja, es gibt mehrere!) winkt je eines der abgebildeten Bücher, die ab Montag nächste Woche verschickt werden.

©Medra Yawa

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, müsst Ihr mir nur einen netten Kommentar und eine Blogverfolgung via Mail (unter Stalking leicht gemacht eintragen) hinterlassen, damit ich Euch auch anschließend kontaktieren kann. C:

(Alternativ könnt Ihr mir auch etwas über das Kontaktformular schreiben, wenn ihr schüchtern seid C;)

Stichtag ist dann Freitag zwölf Uhr mittags, da am dazugehörigen Nachmittag die Auslosung stattfinden wird.

Beste Grüße und viel Erfolg!

Medra

P. S. : Jede*r Gewinner*in erhält ein Buch, das nach Zufallsprinzip verlost wird. Porto innerhalb Deutschlands übernehme ich selbstverständlich, für einen möglichen Auslandsversand müsste es im Einzelfall entschieden werden. Bitte schreibt mich hierzu im Vorfeld einmal an. Des Weiteren kann jedes Buch auf Wunsch signiert werden. Alle erfragten Gewinnerdaten (Adressen u. ä.) werden nach dem erfolgreichen Versand der Bücher gelöscht.

M: Ihre Kompetenz ist wirklich einwandfrei!

Noah schleppte sich erschöpft nach Hause. Der selige Feierabend beflügelte ihn beinahe. Kein Wunder! Nachdem seine unfähigen Kollegen die Wache einzig mit ihren Lächeln verziert hatten! Wie konnten sie nur allesamt so dumm sein? Wenn die Fälle weiterhin so unaufhaltsam über sie herfielen, würden sie nie fertig werden! Es war zum verrückt werden!

Genervt schob er sich durch die Haustür eines Mietshauses und schleppte sich die Treppe hoch.

Er war müde. Müde und so kaputt. Wegen des Personalmangels hatte er zwei Doppelschichten hinter sich. Er hatte den Fundort von fünf kopflosen Leichen sichern müssen. Irgendein Wahnsinniger trieb sich also wieder in der Stadt rum. Traurig eigentlich, dass er zwischen den üblichen Kranken kaum weiter auffiel. Und dann noch so kurz vor Heiligabend!

Als er seine Gedanken meckernd geäußert hatte, hatten ihm seine Kollegen nur einen schiefen Blick zugeworfen. Als ob ein Fest die Kriminellen zur Einsicht lenken könnte … Noah hätte es besser wissen sollen.

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M: Weihnachtsfest

„Aber wenn man bedenkt, dass eine Zuwiderhandlung vorliegt und der Polizei erst verspätet die Befugnis erteilt wurde, macht es die komplette Anklage nichtig“, erklärte Jasmine stolz und schweigend stimmte Jane den Worten zu.

Sie sah nicht zu ihrer großen Schwester oder ihrem Vater neben ihr auf. Still beobachtete Jane das Tannengesteck auf dem Tisch, während ihre Gedanken um eine vergangene Erinnerung kreisten. Um Jack, der ihr geholfen hatte. Um die Konsequenzen, die ihm nun drohten. Um die Gleichgültigkeit, die ihr Vater ausstrahlte.

Um diese kalte Berechnung in seinen Augen.

„Gut. Deine Ausarbeitungen hast du fertig?“, fragte ihr Vater so uninteressiert, als würde er über anderer Kinder Hausaufgaben sprechen und nicht über einen der wichtigsten Fälle, die seine Kanzlei derzeit hatte.

Oder gar einen der skandalösesten, weil er ihn akzeptiert hatte.

„Ja, ganz so wie du wolltest, Vater“, Jasmine schob ein paar Blätter über den Esstisch. Weißes Papier, das sorgfältig mit einer Schreibmaschine beschrieben wurde. Es war der Wunsch ihres Vaters, alle schriftlichen Arbeiten so vorzulegen. Denn wäre auch nur ein Fehler auf den Seiten, so würden sie es noch einmal neu tippen müssen.

Korrekturen waren inakzeptabel.

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