Das Bambusblatt

An dieser Stelle möchte ich gerne auf einen Eintrag im oben erwähnten »Das Bambusblatt« hinweisen!

Auf dem Blog werden nun nämlich neben Bücherrezensionen auch Buchempfehlungen geführt. Diese sollen in Zeiten von Corona und den dadurch ausfallenden Messen/Lesungen, helfen, dem Lesestoff eine bessere Bühne zu geben.

Unter anderem ist nun auch »Merichaven: Kidnapped« dort vertreten.

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, bei »Das Bambusblatt« die erste richtige Inhaltsangabe zu der Geschichte zu veröffentlichen. Eine absolute Seltenheit, da ich sonst nicht viel von solchen Texten halte C;

K: Das Leben ist zu schön

„Bitte sei leise, Sissy“, murmelte Lisa flehentlich, während sie das gefundene Kätzchen unter ihrem Shirt transportierte. Dennoch wollte das Tier nicht hören. Immer wieder mauzte es und jagte dem Kind einen Schrecken nach dem anderen ein.

Ertappt sah sich das Mädchen um. Sie befand sich auf der einzigen Straße, die von Kriegsheim zum Waisenhaus führte. Auf der einzigen Straße, die sie nach Hause brachte. Es war eine einsame Fahrbahn mit diversen Schlaglöchern und Gräsern, die sich mühsam durch das Beton fraßen und da es keinen Gehweg gab, tat Lisa häufig so, als wäre sie eines der seltenen Autos. Warum auch nicht? Die einzigen, die diesen Weg benutzen, waren ihre anderen Geschwister und Sabine. Dieser Ort lag viel zu abgelegen!

Ihre Augen huschten zum Waldrand, der ihr so nah erschien, als würde er die Straße sein Eigen nennen. Sie glaubte jemanden zwischen den Bäumen zu erkennen, doch als sie blinzelte, war die Person verschwunden. Es war nicht das erste Mal, dass ihre Augen ihr Streiche spielten. Die Schatten zwischen den Baumstämmen waren eigenartig verworren. Allerdings war das normal so. Sabine hatte es ihr beteuert.

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Zwischen den Seiten

Zwischen den Seiten
Finden sich:
Mehrere Verse, Zeilen,
Desselben Gedichts.

Das Papier duftet nach Altem,
Weiß sich kaum zusammenzuhalten.
Weiß sich kaum zu offenbaren.
Versteckt sich in vergessenen Tagen.

Doch die Tinte,
Und die Worte
Über ferne Orte,
Über ferne Welten,
Über fremde Wesen,
Die alles anders sehen,
Die anders fühlen,
Die im Licht verglühen,
Deren Hoffnungen und Träume,
Und deren sozialen Zäune,
Uns mit sich reißen.

Wie mögen sie heißen?

Es raschelt,
Aufgestachelt
Flattert das Papier
Fort von mir.

Die nächste Seite wartet gewiss.
Und darauf ein wunderbarer Bliss.

B: Kritz, kritz, kratz

„Sie hat behauptet, dass irgendein komischer Typ sie gerettet hätte. Aber keiner will ihn gesehen haben.“

„Wenn du mich fragst, war Doppelzopf doch schon immer etwas eigenartig. Wahrscheinlich hat sie sich die Story nur ausgedacht.“

Kritz, kritz.

„Glaub ich auch! Tims Oma soll mit ihr im Bus gewesen sein und sie schwört felsenfest, dass Liane alleine ausgestiegen wäre!“

„Tim selbst ist halb blind. Wie viel kann da schon die alte Schnepfe sehen?“

Kritz, kritz.

„Ist doch egal, wie viel die Alte sehen kann. Fakt ist, dass nichts zu stimmen scheint. Ich sag dir, das sind alles nur dumme Märchen, damit Liane sich wichtig vorkommen kann!“

Kritz, kritz.

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Fujis Unglauben

Die Erde drehte sich? Bitte was? Wie war das möglich? Wie sollte sich etwas so Großes drehen können? Und wie sollten die Sterne auch am tagsüber im Himmel stehen können? Immerhin sah Fuji sie nicht. Und müsste er sie nicht erblicken können?

Nein. Das konnte nicht stimmen!

Aber sie wussten, dass er der Sonne gefolgt war. Und dass, obwohl die vergessliche Sonne nicht einmal ihre eigene Reise mitbekommen hatte! Sie hatte Fuji ja bis zu ihrem Untergang widersprochen. Aber wenn die Erde sich drehte … Es könnte eine Erklärung für das Verhalten des gewaltigen Himmelskörpers sein. Egal, wie abwegig diese auch erschien.

Ob er den Worten trauen konnte?

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