Das kleine Boot

Ich weiß nicht, wo es herkam.
Dieses kleine Boot, unbiegsam!
Im wilden Gewässer,
Am schneidenden Messer.

Würde es nicht übersteh‘n,
Würde es gewiss untergeh’n,
Dieses kleine Boot –
Verloren in Seenot…

Doch waren meine Sorgen unbegründet,
Denn als wäre das Holz angekündet,
Wurde es umwoben,
Emporgehoben.

Ich beobachtete es vom Leuchtturm aus,
Bedachte es aus diesem sicheren Haus,
Konnte die sanften Wellen nicht verstehen,
Die ihm liebevoll beistehen…

Was, oh, was nur war besonderes daran?
An diesem einfachen, winzigen Kahn?
Warum vermochte er zu schwimmen?
Während andere verglimmen…
Während andere ertrinken,
In tiefen Wellen versinken,
Vermag es zu treiben,
Die Eifersucht einzuverleiben!

Meine Glühwürmchen, sie singen,
Tanzen und springen,
Freuen sich gar sehr,
Für dieses kleine Boot im Meer.

Nur weiß ich nichts zu zusagen.
Will es nicht mal wagen.
In meinem Inneren schreie ich auf:

Verschwinde!
Du weißt nichts über frühere Winde!
Wünschte ich Dir: „Ersauf“?

Ein Kommentar zu „Das kleine Boot

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