
Ich sehe Dich in der Ferne.
Ich sehe Dich und ersehne,
Deine Wärme.
Dennoch verharrst Du so fern,
Wie ein entfernter Stern,
Verharrst Du gern?
Meinen Pfeiler habe ich für Dich poliert.
Ich habe ihn mit Marmor verziert.
Habe jeden Winkel tapeziert.
Für Dich.
Dennoch stehst Du am anderen Ende,
Am baufälligen Gelände,
Bei brüchigen Brettern
Über die jeder muss klettern!
So komm‘ doch rüber – lass es stürzen,
Lass die Bretter das Meer würzen!
An meinem Ende kannst Du bleiben,
Bei mir kannst Du auf ewig verweilen!
Meine Brücke ist nur für Dich so schick.
Für mich selbst machte ich’s nicht.
Für mich selbst wär‘ mir die Arbeit zu viel.
Für mich selbst wär‘ es kein freudige Spiel.
Aber für Dich?
Dich möchte ich hier empfangen.
Um Dich möchte ich nimmermehr bangen.
Ich möcht‘ Dich halten, Dich lieben,
Ich möcht‘ in Deinen Armen liegen!
Warum stehst Du stets so fern?
Hast Du den Marmor nicht gern?
Möchtest Du es heller? Schicker?
Oder mach‘ ich es so nur unbeliebter?



