K3.5: Prolog – Die Geburt einer Freundschaft

© Medra Yawa

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Sven Ryan folgte seiner Mutter durch die kühlen Gänge. Er mochte diesen Ort nicht. Hier war es immer zu kalt. Zu steril. Aber genau deswegen musste er sie begleiten.

Er durfte sie nicht alleine in die Hölle lassen.

Obwohl er erst acht Jahre zählte, wollte er seine Mutter beschützen. Sie war seine Ma. Sein Fels in der Brandung. Er wusste, dass sie einzigartig war. Dass die anderen Mütter von Kumohoshi nicht so liebevoll mit ihren Kindern umgingen. Egal, ob diese so alt wie er oder sehr viel jünger waren. Doch war das nur ein weiterer Grund, warum er sich um seine Ma zu kümmern hatte.

Warum er ihr beistehen musste …

Nachdenklich musterte er ihre schlaffen Schultern. Ihren gebeugten Schritt. Während Fiona Katja daheim bereits als neue Meisterin des Sahasrara gefeiert wurde, konnte er hier nur eine verletzliche Frau vor sich sehen. Sie wirkte erschöpft. Angespannt. Beinahe abweisend.

SR fragte sich, wie er sich wohl benehmen würde, wenn er in ihren Schuhen steckte …

»Hier lang«, ihre Stimme klang heiser, als sie die Tür am Ende des Flurs anpeilte und zum selben Monolog ansetzte, den sie ihm auch die letzten sechs Male gehalten hatte, »Denk dran: Sie ist sehr vergesslich. Sie-«

»Sie meint es nicht so«, unterbrach er die Sorgen.

Dankbar lächelte seine Ma ihn an. Sie beugte sich zu ihm herab. Drückte seine Schulter. Seufzte. Wandte sich wieder ab und öffnete die Tür.

»Hallo, Ma!«

Obwohl FK die alte Frau so euphorisch grüßte, schaute SR’s Großmutter nicht auf. Ihr Blick war auf das Fenster gerichtet. Sie starrte die Wolken an. Die weißen Formen, die durch den Himmel schwebten und die Sven an sein Zuhause erinnerten.

An die fliegende Stadt im Himmel, auf der die Frau einst mit ihnen gelebt hatte: Kumohoshi.

»Du hast dein Frühstück ja gar nicht angerührt, Ma. Also wirklich. Du musst bitte besser auf dich achten«, sprach FK weiter auf die Frau ein. Doch erst als sie sich an den Tellern zu schaffen machte, schaute diese auf.

»Oh, gibt es schon Essen? Dankeschön.«

Obwohl ihre Stimme sanft klang, zuckte Svens Mutter zurück. Sie setzte ein gequältes Lächeln auf. Korrigierte die alte Frau nicht. Stattdessen schob sie ihr den Teller so zu, als hätte sie ihn gerade erst gebracht.

Sie laugt Ma aus!, befand er vor seiner anderen Seele.

Ryan antwortete ihm nicht. Dann war er wohl noch bockig. Genau wie die letzten Male als Sven entschieden hatte, dass sie ihre Ma begleiten würden. Schließlich war ihre Großmutter nur eine Hutan. Eine Nichtmagische, die von anderen ihrer Art betreut wurde. Nur wegen dieser Frau sahen die restlichen Hushen auf ihn und seine Ma herab! Sie war die Wurzel allen Übels in Ryans Augen. Diese Großmutter, die er am liebsten gegen jedes Monster dieser Erde eingetauscht hätte!

Stumm setzte sich SR auf den freien Stuhl. Er nahm sich eine vergilbte Zeitung vom Nachttisch. Eine Ausgabe, die noch vor seiner Geburt erschienen war. Die nichts mit dem Lehrstoff der Akademie von Kumohoshi gemein hatte. Die er dennoch auswendig kannte, weil seine Großmutter die verschiedensten Artikel darin verfasst hatte.

Sie war damals für einen großen Verlag tätig gewesen. Immer wieder hatte sie zu den Brennpunkten recherchiert und ihre Ergebnisse unter einem männlichen Pseudonym rausgebracht. Als vor ein paar Jahren ihre Vergesslichkeit eingesetzt hatte, hatte FK alle Werke zusammengetragen. Als Erinnerungsstütze, hatte sie gemeint. Damit sich seine Großmutter so hoffentlich nicht zu schnell vergaß. Damit die Demenz ihr nicht zu früh ihre einzige Seele raubte …

Diesmal hatte er die Ausgabe über die Tierquälerei in Centy erwischt. Die mochte er am wenigsten. Dennoch las er sie erneut durch. Einfach, um beschäftigt zu wirken.

»Frau Louis, wie wei- Oh. Ich habe Sie gar nicht kommen gehört«, stockte die Pflegerin an der Tür, als sie FK und SR erkannte.

Sven blieb stumm sitzen. Es wunderte ihn nicht, dass man sie erst nun bemerkte. Immerhin hatten sie sich direkt ins Haus geblinzelt. Nur so konnten sie ihre Vertrauten, zwei hundeähnliche Desson, ungesehen in das Gebäude schmuggeln. Es tat ihm zwar leid, dass die beiden immer in einer Abstellkammer ausharren mussten. Aber solange SR noch die Akademie besuchte, durfte er nicht zu weit von seinem Desson entfernt sein. Seine Magie entwickelte sich stetig. Verschob sich zu schnell. Verfing sich mit jedem Streit, in den Ryan ihn zog … Ohne den Vertrauten könnte sie zu leicht ausbrechen und erkannt werden!

»Entschuldigung, Sie wirkten so in Gedanken, als wir kamen. Da wollte ich Sie nicht erschrecken«, lächelte FK.

Warum entschuldigt sie sich immer vor diesen-

Ryan! Es sind Hutan. Keine Hushen, erinnerte er seine andere Seele nachdrücklich.

Aber jede Entschuldigung ist eine Erniedrigung!

Sven blätterte unbeteiligt durch die Zeitung. Er verstand sein anderes Ich schon. Eine Entschuldigung bedeutete eine Schuldübernahme. Dies als Hushen zu äußern, hieß, dass man sich selbst als fehlerhaft sah. Dass man auch von späteren Fehlern seinerseits ausging. Egal, wie alltäglich eine Entschuldigung für Hutan war — für Hushen galt sie als sozialer Selbstmord!

Sie wissen nicht, was Ma oder wir sind. Das dürfen sie nicht! Wenn nun also ein einfaches Wort uns den Stress erspart, eine neue Unterkunft für Großmutter zu suchen, dann sei es eben so. Für Ma wirst bestimmt auch du mal deinen Stolz runterschlucken können!

Immerhin durfte die Frau aus Platznot nicht zu ihnen. Und ihre Hutanfreunde waren leider auch keine Option. Der Otou-san selbst hatte schweren Herzens erklärt, dass nur seine Ma und er Kontakt zu ihr pflegen durften. Sie war zu krank. Wenn sie mit den falschen Leuten reden würde, könnte sie ganz Kumohoshi in Gefahr bringen. Daher wurde entschieden, dass eine sofortige Hinrichtung erfolgen musste, sobald seine Ma oder er sich nicht mehr um die senile Emily Louis kümmern konnten.

Aus Sicherheitsbedenken …

»Wie geht es ihr?«, hörte er seine Ma fragen.

Sven musterte die Pflegerin. Es war dieselbe wie die letzten Male. Deswegen hatte seine Ma dieses Pflegeheim ausgewählt: Es war winzig. Nur knapp zwanzig alte Hutan wohnten hier. Und sie alle waren je einer von sechs Pflegekräften fest zugeordnet. Dabei war Janice Rico für SR’s Großmutter zuständig. Sie und ihr Mann galten als sichere Hutan, so FK’s Nachforschungen. Genauso wie die restliche Kollegschaft.

»Sie träumt viel vor sich hin. Aber es scheint ihr zu helfen, die Wolken zu beobachten«, flüsterte diese Janice und deutete aus dem Fenster.

»Spricht sie viel?«, die Frage klang verzerrt. Zu verzerrt.

SR schielte über den Rand der Zeitung. Er musterte, wie seine Ma gegen ihr Bein trommelte. Eine Stressreaktion, die er nur zu gut kannte. Die ihre Sorgen verriet.

»Sie-«, noch ehe die Pflegerin antworten konnte, wurde die Tür aufgerissen.

»Janice?«, ein Mann steckte den Kopf rein, »Da ist eine Frau vorne, die behauptet, deine Schwester zu sein. Sie meint, es wäre wichtig.«

»Was- Das kann nicht sein, Tino. Meine Schwester …«

»Sie meinte, sie hieße Rebekka Naar. Richtig hellblond. Ansonsten könnte sie dir aus dem Gesicht geschnitten sein. Nur irgendwie dürrer«, erklärte der Mann.

»Ich-«, befangen schaute die Janice zwischen FK und Tino hin und her. Sven konnte sehen, wie seine Ma nach ihrem Zentrip griff. Nach dem kleinen Schlüsselanhänger, der an ihrer Hose hing. Ob sie mit einem Angriff rechnete? Aber so verpeilt, wie dieser Tino sonst war …

»Sie haben eine Schwester?«, fragte seine Großmutter so leise durch die angespannte Stimmung, als wäre sie gerade aus einem Traum erwacht, »Oh. Ja. Das haben Sie erzählt. Ich hatte Ihnen auch von meinen Kindern erzählt. Töchter. Zwei Mädchen. Sie waren herzliche Schwestern, die-«, ihr Blick richtete sich endlich richtig auf FK, »Fiona?«

»Ja«, sie trat näher an ihre Mutter, »Guten Morgen, Ma.«

Sven beobachtete, wie die Pflegerin sich entschuldigte und meinte, dass sie ihnen die Akte ihrer Großmutter hole. Doch so wie sie Tino beim Rausgehen dankte, traute SR ihr nicht. Sie klang zu gehetzt …

»Das Klo war den Gang runter links, oder?«, fragte er den Pfleger unbeteiligt, während er ihr folgte.

Er achtete nicht auf die Antwort. Lieber tastete er nach dem Zentrip in seiner Tasche. Ein kleines Taschenmesser. Er konnte die Magie darin spüren. Und so auch Tatakai. Sein Vertrauter, der sich nur wenige Schritte entfernt in einer Abstellkammer verbarg. Dem es derzeit gut ging. Dem es noch gut gehen musste, falls sich dies in einen Hinterhalt verwandelte …

Beruhigter schlich er durch die Gänge. Er achtete darauf, einen weiten Abstand zu dieser Janice zu halten. Dennoch durfte er sie nicht aus den Augen verlieren. Er musste sichergehen, dass seine Ma nicht in Gefahr geriet. Und dass seine Großmutter von den Monstern nicht als Köder verwendet wurde!

Warum war sein Großvater so bekannt gewesen?!

Kurz darauf beobachtete er, wie diese Janice eine andere Frau umarmte. Tränen entflohen ihr dabei. Eilig wischte sie die Tropfen weg. Ihre Stimme spannte sich an. Doch blieb sie zu leise, als dass er die Worte ausmachen konnte. Als dass er verstehen konnte, was die Frauen sagten. Und so wie sie einander gegenüber standen …

Es wirkte angespannt, oder?

Da kommen wir nicht ungesehen weiter. Sobald sie uns bemerken, ist Sense, schimpfte Ryan, Was willst du sagen? Denn an den Klos sind wir schon längst vorbei!

Ich weiß nicht. Wir könnten einfach so tun, als wollten wir frische Luft schnappen?

Klar doch!

Ryan lachte ihn ungehört aus. Gegenvorschläge konnte er aber auch nicht vorbringen. Und die Zeit rannte ihnen tickend davon. Dabei mussten sie ihre nächsten Schritte genaustens abwägen! Von wo konnten sie die meisten Informationen ergaunern?

Da entdeckte Sven ein Mädchen. Sie stand zwischen einem Automaten und Empfangstresen. Sie konnte gerade mal sechs Jahre alt sein. Vielleicht sogar noch jünger. Und auch sie beobachtete die beiden Frauen. Ihre blonde Mähne stand in alle Richtungen ab. Ganz anders als bei den Hushen daheim. Wo immer darauf geachtet wurde, dass längere Haare zusammengebunden oder abgedeckt blieben. Immer ordentlich. Immer glatt.

Sie sieht aus wie eine Wilde!, lachte Ryan, als er das Mädchen bemerkte.

Sven hätte sie eher mit Janice und der anderen verglichen. Ihre Statur passte. Genau wie ihr Gesicht! Nur ihre Augen wirkten schief. Sie strahlten zu hell. Zu blau?

»Hey«, grüßte er sie auf Hutanart, als er beiläufig neben ihr stoppte und den Snackautomaten hinter ihr musterte.

»Ehm. Hi?«, sie wirkte unschlüssig, »Mom mag es nicht, wenn ich mit Fremden rede.«

So wie sie Mom sagte, klang sie wie eine Hutan. Das würde zur Pflegerin passen. Wenn er es richtig verstand, war sie deren Nichte? Dann musste sie auch eine Hutan sein, oder? Seine Ma hatte ja gemeint, dass sie jede Person hier gecheckt hätte. Dass vor allem diese Janice Rico nicht unmagischer sein konnte!

Dennoch blieb er wachsam.

»Nun, dann solltest du nicht im Weg stehen«, er deutete auf das Bedienpanel, das sie blockierte.

»Hast du überhaupt Geld?«, fragte sie misstrauisch.

Ryans Lachen dröhnte durch seinen Kopf. Ja. Geld hatten sie zwar. Aber nur Yorups. Das war Hushengeld. Keine … Was brauchte der Automat? Die Hutan hatten ja in jedem Land irgendeine andere komische Währung!

»Wenn es nicht reicht, hole ich mir sonst noch was von meiner Ma«, behauptete er.

»Dann musst du auch noch nicht ran, Blondie.«

»Ich habe einen Namen«, beschwerte er sich grummelig.

»Und wie heißt der? Nervbold? Oder-«, sie brach ab und wandte den Kopf hastig zur Seite. Ihre Finger spannten sich an. Dann atmete sie durch. Sie schaute wieder zu den Frauen. Sackte in sich zusammen. Machte stumm Platz!

Unschlüssig blickte Sven auf die Knöpfe der Maschine. Dann auf das Mädchen.

Sie wirkte ausgelaugt. Oder ausgehungert? Sie erinnerte ihn an ein in die Ecke gedrängtes Tier. An einen freien Desson, der keine Bindung eingehen wollte. Der lieber jeden anfauchte, um seinen Freiraum zu behalten.

Hätte er dieses Mädchen in der Akademie getroffen, hätte er ihr geraten, mehrere Schuljahre zu wiederholen. Damit sie erstmal ein paar Muskeln aufbauen könne. Damit sie zu Kräften käme. Sonst würde sie noch vor dem Schlachtfeld sterben. Aber hier? In einem Pflegeheim der Hutan? In jenem, in dem seine Großmutter lebte?

Er tippte ein paar Zahlen in das Panel und ließ dabei einen seichten Blitz aus seinen Fingern springen. Diesen lenkte er sachte hinein. Damit das Gerät nicht kaputt ging. Aber damit es einen kontrollierten Kurzschluss gab, durch den sich die Mechanik in Bewegung setzte.

»Hier«, murmelte er, als er ihr die Schokolade reichte, die durch Zufall unten rausfiel.

»Ich darf nichts von Fremden-«

»Ist von der Maschine. Nicht von mir«, korrigierte er sie und drückte die Süßware gegen ihre Brust.

»Du … magst nicht?«, fragte sie unschlüssig.

Ich schon!, grummelte Ryan.

Genervt und brach Sven zwei Reihen ab. So würde Ryan hoffentlich endlich still bleiben! Mürrisch schob er das zerrissene Papier ab. Biss hinein. Wandte sich zum Gehen, als ihn das Mädchen zurückhielt.

»Warte. Ehm. Danke. Du …«, sie schaute wieder zu den Frauen rüber, die noch immer angespannt miteinander sprachen, »Du bist kein Fremder, wenn wir uns vorstellen, oder? Ich bin Jessi. Du?«

»Sven«, antwortete er und nickte in die Richtung, aus der er gekommen war, »Meine Großmutter liegt ein paar Gänge weiter.«

»Macht Sinn. Ich meine, weil das hier ja ein Pflegeheim ist und-«, sie senkte die Stimme, »Ich meine, für dich. Von meiner Familie liegt niemand hier. Wir sind nur hier, weil- Mom hat mit dem Geld zu kämpfen, weil Dad so lange weg ist. Seine Arbeit hält ihn auf. Deswegen sind wir immer nur zu zweit unterwegs. Sie wollte daher zu Tante Janice. Aber-«, sie schaute sich hastig um, »Mom meint, dass mein Onkel unliebsam ist. Keine Ahnung was das heißt. Aber wir können deswegen nicht zu ihnen und …«

Also kein Hinterhalt, hm?, dachte er im Stillen, Und für eine Hutan ist sie schon irgendwie lustig.

Eher unfassbar gesprächig. Wird das ein Spendenaufruf, oder was?

Nein. Schau sie dir genau an. Sie scheint das sonst alles schweigend ertragen zu müssen. Wahrscheinlich kann sie mit niemandem richtig über ihre Probleme reden.

»Klingt ziemlich wild«, murmelte Sven, »Ihr habt es nicht leicht, oder?«

»Was ist schon leicht? Es ist doch immer-«

»Jessica!«, ihre Mutter polterte wie eine Kanonenkugel auf sie zu und sofort zuckte das Mädchen zusammen, »Du sollst doch nicht mit Fremden reden! Du-«

»Bekki. Hör. Auf!«, mischte sich die Pflegerin scharf ein, »Denkst du wirklich, dass ich dir helfen möchte, wenn du den Enkel einer meiner Patientinnen belästigst?«

»Ich meinte nur- Wegen Jessi- Wir hatten mal-«

»Dein Mutterherz in allen Ehren: Kinder sind Kinder. Lass sie in Ruhe«, Janice legte SR einen Geldschein in die Hand, »Hier. Seid so gut und holt euch ein Eis. Sweet Paradice, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ja?«

Perplex beobachtete Sven, wie die Schwestern in dem Zimmer hinterm Tresen verschwanden, ohne dass er auch nur den Mund öffnen musste. Wie kam diese Hutan auf die Idee, ihm Almosen zuzustecken? Kannte sie denn keine Ehre?! Am liebsten wollte er den Schein auf den Boden werfen und zurück zu seiner Ma gehen! Doch Jessicas strahlend blaue Augen stoppten ihn.

»Was soll’s. Welche Sorte möchtest du haben?«, fragte er, während er den Schein zwischen den Fingern rieb.

Waren das Dollar? Oder Euro? Er war sich unsicher. Aber nachzusehen würde zu viel Aufmerksamkeit erregen. Er müsste sich einfach im Laden überraschen lassen.

»Ich … Ich hatte noch nie ein Eis. Ich-«

Ungläubig starrte er sie an. Zwar wurden Süßigkeiten und alle Speisen, die fett oder träge machen konnten, auf Kumohoshi als abwertend gesehen, dennoch waren sie von keiner Feier wegzudenken. SR war sich vor allem sicher, dass jeder Hushen die kalte Köstlichkeit kannte! Sie war als einziges leichter in der Höhe herzustellen …

Dass nun ein Hutankind diese Hutanerfindung bislang nie probiert hatte, klang irgendwie traurig.

»Dann wird das eine lustige Bestellung. Kommst du?«

Damit führte er das Mädchen zu der Eisdiele.

Das Mädchen, dessen Eis bei jedem Treffen schneller als seines zu schmelzen schien …

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