Minki und die neue Wohnung

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Der neue Ort war … kleiner. Die Fenster wirkten tiefer. Es gab keine Dachterrasse. Er konnte nicht mehr so schön im Kreis rennen. Die wenigen Dinge, die die Zweibeiner mitgenommen hatten, standen alle woanders. Andere Felllose liefen hier überall herum. Sie sprachen durcheinander. Irgendetwas brüllte. Dann schwieg es. Dann-

Die Wohnung fühlte sich so falsch an!

Minki mochte sie nicht.

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K: Für unseren Sohn I

„Ein schönes Haus“, bewarb der Makler das Gebäude mit einem breiten Grinsen, „Groß, mit ausreichend Platz zum Spielen, stabil gebaut, wurde vorletztes Jahr größtenteils modernisiert und liegt genau am Waldrand. Damit werden Sie immer nahe der Natur leben können. Also: kein Straßenlärm, keine unnötigen Abgase, weniger lärmende Nachbarn …“

Thomas sah seine Frau unsicher an. Eigentlich war dieser Umzug einfach nur unpraktisch für sie. Aus der Hauptstadt in ein Dorf ziehen? Er und Selina waren den Straßentumult und die Buhrufe der anderen Mieter gewöhnt. Es gehörte zu ihrem Leben, wie für manch anderen ein nerviger Wecker. Ein Wecker, den man hasste und an den man sich doch gewöhnt hatte. Und hier …

Hier in diesem Dorf war es so still.

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Minki und der Umzug

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Seit Tagen waren die Zweibeiner … anders. Sie rannten umher. Packten Dinge in Kisten. Stapelten die Kisten. Verschwanden. Kamen wieder. Nahmen die eckigen Bäume auseinander. Stellten die Wände der Bäume fein säuberlich zusammen. Gingen dann wieder. Kamen mit mehr Kisten wieder.

Kisten über Kisten über Kisten.

Für Minki war es das reinste Paradies!

Zufrieden mit den neuen Klettermöglichkeiten ignorierte er sogar ihr ulkiges Verhalten. Denn so wichtig konnte es sicherlich nicht sein. Immerhin schienen sie es nicht für nötig zu befinden, ihn einzuweihen. Wahrscheinlich war es nur eine Phase der Zweibeiner. Nicht weiter tragisch.

Er bekam wie gewohnt Essen. Er konnte sich wie gewohnt in der Sonne aalen. Er schlief wie gewohnt auf dem Bett seines Retters, bis die Zweibeinerin ihn runterwarf.

Und dann kamen eines Tages noch weitere Zweibeiner in die Wohnung, die Minkis Schlafplätze wegtrugen.

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Minki und die Dachterrasse

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Minkis Welt war seit seiner Rettung wahrlich geschrumpft. Doch das störte ihn kaum. Immerhin war diese kleinere Welt sehr viel bequemlicher und trug zu allerlei Unterhaltungen bei. Schon lange betrachtete er seine Aufnahme in dieses Heim nicht mehr als „Rettung“. Nein.

Es war lediglich ein gut gemeinter Umzug gewesen. Ein Umzug, dem er jederzeit widersprechen konnte. Etwas, was er mehrfach in Erwägung zog, wenn ihn die Frau seines Retters aus seinen Verstecken verscheuchte.

Wütend durchkämmte Minki die Wohnung also nach einem Ort der Ruhe. Er hatte eigentlich das perfekte Versteck suchen wollen, aber dann säuselte der Wind ihm Worte der Freiheit ins Ohr!

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