Akte: Mona

Am 10. März kommt der letzte Band von Merichaven auf den Markt. Merichaven: Reminiscing. Nun denn. Dann sollte vielleicht noch einmal auf das Cover eingegangen werden, oder?

Diesmal befindet sich, unter anderem, die Akte von Mona auf dem Buch. Nun ja. Eine davon. Aus dem Jahre 2019, in dem das Buch für die meiste Zeit auch spielt.

Viel Spaß damit!

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K: Für unseren Sohn I

„Ein schönes Haus“, bewarb der Makler das Gebäude mit einem breiten Grinsen, „Groß, mit ausreichend Platz zum Spielen, stabil gebaut, wurde vorletztes Jahr größtenteils modernisiert und liegt genau am Waldrand. Damit werden Sie immer nahe der Natur leben können. Also: kein Straßenlärm, keine unnötigen Abgase, weniger lärmende Nachbarn …“

Thomas sah seine Frau unsicher an. Eigentlich war dieser Umzug einfach nur unpraktisch für sie. Aus der Hauptstadt in ein Dorf ziehen? Er und Selina waren den Straßentumult und die Buhrufe der anderen Mieter gewöhnt. Es gehörte zu ihrem Leben, wie für manch anderen ein nerviger Wecker. Ein Wecker, den man hasste und an den man sich doch gewöhnt hatte. Und hier …

Hier in diesem Dorf war es so still.

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Getaway: Brief

Am 10. Mai 2020 wird Merichaven: Getaway erscheinen und die Handlung von Kidnapped zum größten Teil abschließen.

Passend dazu präsentiere ich Euch hier den nächsten Brief, der die Inhaltsangabe für das Buch ersetzen wird.

© Medra Yawa

Die Transkription wird sich erneut mit im Buch befinden. Ansonsten möchte ich Euch noch kurz an die Lesung zu Merichaven: Getaway am 09. Mai über den Discordserver, Der Fluss der Fantasie, erinnern. Vielleicht habt ihr ja Zeit, reinzuhören C:

Oh, je. Ich hoffe, dass ihr bereits so aufgeregt seid, wie ich es bin! Mein Flummimodus ist schon seit Tagen aktiviert! CX

Viel Spaß beim Lesen C:

Beste Grüße
Medra

PS: Ich freue mich über jede Rezension CCC:

M: Unter dem Regenschirm

Zitternd umschlungen Janes Arme ihren dünnen Leib. Der kühle Herbstregen durchnässte ihre Kleidung, sodass ihre Kleidung unangenehm an ihr haften blieb. Er ließ sie frösteln. Und er verbarg die Flecken, deren rostigen Farben in Merichavens Trostlosigkeit nicht aufzufallen vermochten.

Drei Blöcke entfernt erklang eine Polizeisirene.

Jane seufzte. Sie legte den Kopf in den Nacken und gab sich dem Regen hin. Sie wusste, was die Polizisten vorfinden würden. Sie wusste, warum sie diesen Horror in ihren Akten aufnehmen mussten. Und sie wusste, dass der Täter, dass sie es nicht gern getan hatte.

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K: Lieber Niklas

Niklas beobachtete seine älteste Stiefschwester unsicher. Er hatte sie schon seit Monaten nicht mehr gesehen. Viel zu selten kam sie ihr altes Waisenhaus besuchen! Aber heute, zum Geburtstag ihrer Betreuerin und einem seiner anderen Stiefbrüder, zum Jahrestag ihres Waisenhauses, war sie endlich wieder nach Hause zurückgekehrt.

Lachend saß sie mit all den anderen Kindern, den Freunden aus dem Dorf und einigen ehemaligen Waisen an einem riesigen Tisch. Links von ihr hockte das jüngere Geburtstagskind, Florian, auf einem kippelnden Stuhl und erzählte von all den Dingen, die sie verpasst hatte. Rechts von ihr lauschte der ebenfalls ausgezogene Tom den prachtvollen Erzählungen. Auf ihrem Schoß hüpfte die zweijährige Lisa glucksend auf und ab. Letztere verlangte Lieder. Musik. Aufmerksamkeit.

Und Janine gab sie dem Kind genauso herzlich, wie sie es einst bei Niklas getan hatte.

Viel zu lange lagen diese Erinnerungen zurück.

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