Der kleine Kater Minki

(Nach sehr vielen wahren Geschichten)

Minki hieß nicht immer Minki. Minki war einst ein kleiner Streuner. Ein schwarz-weißes Kätzchen ohne Zuhause. Seine Pfötchen sahen aus, als wären sie Mehl getunkt worden. Bäuchlein, Gesicht und Schwanzspitze ebenfalls – nur sah man das Weiß kaum unter dem ganzen verzottelten und dreckigen Fell.

Erst als ein Mann kam, um den kleinen Raubkater von der Straße aufzulesen wandelte sich sein giftiges Antlitz. Endlich hatte das Kätzchen ein Zuhause. Es hatte Essen, das er sich nicht mehr aus dem Müll zerren musste. Er konnte sich putzen. Sich pflegen. War nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt. War nicht mehr einsam. Nicht mehr allein.

Und er bekam einen Namen.

Minki.

Minki war von vielen Dingen in seinem neuen Leben begeistert.

Und hasste dafür andere umso mehr.

So war er zum Beispiel glücklich, endlich ein richtiges Dach über seinem Köpfchen zu haben. Er schnurrte gerne in die weichen Decken. Genoss das Katzenfutter, das ihm präsentiert wurde. Liebte die sommerlichen Ausflüge in den Garten. Die gelegentlichen Krauleinheiten – aber nur von bestimmten Leuten!

Aber Tierärzte waren ihm eine einzige Zumutung. Und am Ende des Sommers zurück in die Stadt zu fahren? Musste das sein? Konnte der Sommer nicht ewig währen? Außerdem – warum bekamen die Zweibeiner anderes Essen? Das sah doch so viel besser aus als seines!

Und hier beginnen die Kurzgeschichten des Katers Minki –

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