K: Das Herz einer Mutter II

Maggie fühlte sich wie in einer Traumwelt. Das Zimmer war ihres. Es war dasselbe vertraute Bett, in dem sie jahrelang geschlafen hatte. Derselbe Tisch vor dem Fenster. Nur der Stuhl war ein anderer. Auch lag nirgends ihre Schultasche. Stattdessen tummelten sich Schulbücher aus der ersten Klasse auf dem Nachttisch. Die Türen des Kleiderschranks waren etwas offen, weil ein viel zu buntes Shirt dazwischen klemmte. Und an der Türklinke hing ein kleines Glöckchen.

Doch die größte Veränderung war die kleine Hushen, die noch friedlich unter der Decke schlief. Neben ihrem Kopf flatterte ein Desson hastig umher. Dein Desson, der sich jedoch eilig aufs Kissen setzte, als würde er von dort aus über TC wachen.

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K: Das Herz einer Mutter I

Die Nacht fühlte sich leichter an. Leichter als die vorherigen. Fast schon friedlich. Dabei konnte Maggie immer noch spüren, wie die Anspannung sie einnahm. Sie war seit über einer Woche da. Seit-

Die Berührung an ihrer Stirn ließ ihre Gedanken verstummen. Sachte öffnete sie die Augen. Sie starrte auf den schwarzen Stoff, auf dem sie lag. Dann auf die Hand, die routiniert an ihrem Nasenbein herabstrich, ehe sie sich wieder auf ihren Haaransatz legte. Zuletzt fiel ihr Blick auf TJ’s geschlossene Augen.

Ob er selbst kurz vorm Einschlafen war?

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K: Ein neuer Bruder II

„Nicht so wichtig“, hallten SR’s Worte in ihren Ohren nach.

„Nein. Warte“, Maggie trat auf ihn zu, „Sag mir bitte, was du meinst.“

„Es- Wusstest du, dass TJ danach noch einmal herkam?“

Überrascht schüttelte sie den Kopf. Aus den Augenwinkeln bekam sie mit, wie Jessica wieder in den Flur trat. Wie sie den Phönix mitgebracht hatte und irritiert zwischen ihnen hin und her sah.

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M: Ein eigenwilliger Fund II

Johnny wartete einige Minuten im Verborgenen. Erst danach ging er in die Richtung des Hauses zurück. Er hielt sich dabei an die Straße. Blieb immer direkt neben dem Sandweg: Weit genug weg, um seine Umgebung zu überblicken, allerdings auch nah genug am Wald, um notfalls darin abzutauchen. Als er das Gebäude wieder mustern konnte, hielt er inne. Er beäugte die Fenster nachdenklich. Dann den kleinen Garten und die Treppe, die zum Haus führte.

Zu diesem Waisenhaus

Als er sich sicher war, dass niemand ihn beobachtete, lief er zügig auf das Haus zu. Trotz aller Vorsicht fühlte er sich dabei beobachtet. Also achtete er darauf, sich normal zu geben. Als würde er hier wohnen. Als wäre er jeden Tag hier.

Dennoch ließ dieses unbehagliche Gefühl nicht von ihm ab.

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M: Ein eigenwilliger Fund I

„Von hier aus muss ich wieder zurück. Tut mir leid, Junge“, murrte der Fahrer des LKWs.

„Schon gut. Ich komme schon klar“, entgegnete Johnny mit einem geübten Lächeln.

„Huh“, der Mann schüttelte jedoch den Kopf, „Wenn du meinst.“

Johnny ging nicht weiter auf den Fahrer ein. Er war nützlich gewesen, um ungesehen von den Straßen vor Merichaven zu verschwinden. Um keine direkten Spuren zu hinterlassen. Um von Niklas‘ Radar zu verschwinden …

Und nur das zählte.

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