B: Der verschollene Schlüssel

Es dauerte einige Minuten, bis Chemy sich wieder gefangen hatte. Erst hatte er zu schuldbewusst und ängstlich auf sie gewirkt, dann zu mürrisch und stürmisch. Aber erst als letzteres die Oberhand gewann, wusste sie mit ihm umzugehen.

Und so hatte sie ihn in eine kleine Sitzecke des Zimmers geführt. Eine, die fast genauso groß war, wie ihr altes Kinderzimmer. Generell war alles viel zu luxuriös für sie. Zu viel Platz. Zu viel glänzende Tür- und Schrankgriffe. Zu viele Veredelungen an Möbeln, Wänden und Decke!

„Hilf mir“, hauchte Lilith ihm entgegen, „Ich erinnere mich an drei verschiedene Leben. Aber ich sehe die Verbindungen nicht. Ich verstehe mich nicht. Ich … Bin ich verrückt?“

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K: Traumdeutungen

Müde setzte Tarek John sein Siegel unter die letzten Papiere, ehe er diese mit einem mürrischen „für die Konzilmitglieder“ RT zuschob. Zu vieles hatte in den Abteilungen angepasst werden müssen, um ihren Frieden zu stärken. Und viel zu viele würden sich nun durch die neuen Richtlinien und Bestimmungen bedroht sehen.

Vor allem jene, deren Kinder oder Nachfolger an dem neuen Waisenhausprojekt teilnehmen mussten.

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B: Checked-In

Die Fahrt im Auto verlief angespannt. Angespannt aber erleichtert. Chemy hatte sich zu Olivers Vater nach vorne gesetzt, während Tina, Shiloh und Oliver sich mit Lilith hinten ins Fahrzeug gequetscht hatten. Wahrscheinlich waren ihm die anderen Jugendlichen zu suspekt gewesen. Vielleicht waren sie und Oliver ihm zu nass. Oder er musste noch seine Gedanken ordnen. Vielleicht hatte er deswegen das Zwischenfenster der Limo nach oben gefahren?

„Du wärst fast gestorben …“, hauchte Tina nach einer Weile aus.

Unschlüssig sah Lilith zu ihr herüber. Dann nickte sie.

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B: Die Kirche der alten Schule I

„Ich muss morgen mit Shiloh in die Kirche“, eröffnete Lilith ihrem Vater, als sie ihn morgens in der Küche vorfand, „Kannst du uns hinbringen?“

„Morgen?“, er schaute kaum von seinen Papieren auf, „In welche?“

„In die der alten Schule“, erklärte sie, „Das ist die von Tinas Vater. Am See der Tränen. Ich habe gehört, dass sie wirklich schöne Buntfenster haben und eine gewaltige Statur im See-  Das möchte ich mir gerne ansehen und-“

„Nein.“

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Timothy – Der Schatten der Wahrheit

Es dauerte mehrere Stunden, ehe Maria sich von Julie verabschiedete. Viel zu lange wollte sie bei ihrer Freundin ausharren und sich um diese kümmern. Dennoch stand Julie sofort aus ihrem Bett auf, sobald ihre Freundin sie endlich verließ.

Erschrocken wirbelte ich um Julie herum. Auch ich war der Meinung, dass sie sich ausruhen sollte! Ich wusste nicht, ob ich sie verletzt hatte. Immerhin war es das erste Mal gewesen, dass ich in einem anderen Menschen gesteckt hatte.

Dass ich für diesen gesprochen hatte …

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