B: Zu den Shemanias

Myra erreichte die Shemanias viel zu schnell für ihren Geschmack. Gerne hätte sie sich mehr Zeit gelassen. Gerne wäre sie schon vor einem Jahrzehnt gekommen. Gerne wäre sie nie aufgebrochen …

Dennoch war sie da.

Angespannt schwebte sie durch die aufgebauten Tauschstände, an denen mit Steintafeln und Diplots gehandelt wurde. Viereckigen braunen Wurzeln, die das Wasser der Berge in sich trugen. Die Shemanias schienen die Teile zu lieben.

Genau wie ihre Mama einst …

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B: Die Scherben Blaincs

Pico lehnte sich über das Replika von Blainc. Die Karte ihrer Welt, in der die Hügel, Täler und Berge mit echten Felsen und die Gewässer mit kleinen Pfützen nachgestellt waren. Die Martals hatten diese Karte angefertigt, als sich ihre Gemeinschaft gegründet hatte. Sie hatten es so echt dargestellt, dass er fast erwartete, sich selbst darauf entlanglaufen zu sehen!

Nachdenklich strich er über den Hügel, der seine einstige Heimat darstellte. Jener, an dem sich der erste Bannkreispunkt befand. Obwohl er außerhalb ihrer Stadt lag, so verlief das Replika dahinter noch weiter. Genauso weit, wie der Bannkreis ursprünglich reichte.

Ehe er geschrumpft war.

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B: Zwischen den Gefühlen

Lilith blieb noch zwei Stunden bei Chemy, um sich zu sammeln und auf ihre trocknen Sachen zu warten, ehe sie sich auf den Heimweg machte. Oder eher machen wollte. Denn noch ehe sie sich angezogen hatte, klopfte Mr. Brume an die Tür.

Chemy hatte ihn gerufen. Damit sie nicht allein heimfuhr. Damit er sich keine Sorgen machen würde.

Zum Dank drückte sie ihn ganz doll.

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B: Nackte Panik

Lilith schüttelte sich. Sie verrenkte sich, um ihren Rücken im Spiegel sehen zu können. Kratzte ihre Haut. Ihre Haut, die sich so glatt und eben anfühlte. Ihre Haut, die sich doch uneben anfühlen sollte. Ihre Haut, auf der Blaincs wahrer Schlüssel prangen sollte …

„Das darf nicht-“, sie drehte sich halb, um über ihre andere Schulter zu sehen, „Das kann nicht- Chemy!“

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B: Der verschollene Schlüssel

Es dauerte einige Minuten, bis Chemy sich wieder gefangen hatte. Erst hatte er zu schuldbewusst und ängstlich auf sie gewirkt, dann zu mürrisch und stürmisch. Aber erst als letzteres die Oberhand gewann, wusste sie mit ihm umzugehen.

Und so hatte sie ihn in eine kleine Sitzecke des Zimmers geführt. Eine, die fast genauso groß war, wie ihr altes Kinderzimmer. Generell war alles viel zu luxuriös für sie. Zu viel Platz. Zu viel glänzende Tür- und Schrankgriffe. Zu viele Veredelungen an Möbeln, Wänden und Decke!

„Hilf mir“, hauchte Lilith ihm entgegen, „Ich erinnere mich an drei verschiedene Leben. Aber ich sehe die Verbindungen nicht. Ich verstehe mich nicht. Ich … Bin ich verrückt?“

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