Minki und die Salzheringe

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Manch einer hat sie sicherlich daheim zubereitet: Salzheringe. Fische zu denen Pellkartoffeln, Quark und ein bisschen Salat wirklich köstlich schmecken! Die Zubereitung ist heutzutage auch nicht mehr so schwierig. So gibt es nun die schuppigen Tiere häufig im Tiefkühlfach eines jeden Discounters oder manchmal gar vorgefertigt.

Dies war nicht immer so.

Vor allem nicht, wenn man die Salzheringe als eine Delikatesse zubereiten wollte. Dann muss man natürlich die Besten bekommen. Der starke Salzgeschmack muss den Fischen ausgetrieben werden. Das Mahl wird sorgfältig vorbereitet. Jeder Schritt dreimal überdacht.

Minkis Retter hatte sich alles genaustens überlegt. Er war der Koch der Familie und lebte mit seiner Frau und Tochter in einer großen, geräumigen Wohnung. Schon viel zu oft hatte er die Salzheringe vorbereitet, sodass er seine Methoden bereits perfektioniert konnte:

Spüle putzen. Stöpsel rein. Wasser rein. Fische rein. Ziehen lassen.

Zwei-, dreimal musste er das kalte Nass wechseln, um die Salzheringe wahrhaftig perfekt zubereiten zu können. Sie durften nicht zu viel von dem salzigen Geschmack in sich tragen. Sonst konnte er sie im Anschluss nicht richtig würzen!

Nur sollte es nie dazu kommen.

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Die kleine Wolke Fuji

Es war einmal eine kleine Wolke. Sie war plötzlich da. Entstand einfach. Wusste nicht woher sie kam oder wohin sie sollte …

„Nun denn“, entschied diese kleine Wolke, als sie die Welt unter sich erblickte, „Ich möchte überall hinfliegen. Ich möchte groß träumen. Und niemand wird mich aufhalten!“

Sobald die kleine Wolke jedoch die Worte gesprochen hatte, erklang eine ältere Stimme. Rau und grummelig hallte sie in den Ohren der Wolke wider.

„Haha. Lieber Jüngling“, bemerkte die Sonne, „Das Leben ist bitter. Träum nicht zu viel – du wirst nur enttäuscht werden. Ziel nicht zu hoch – du wirst eh nur fallen. Versuch am besten nichts – du wirst es sowieso nicht schaffen!“

„Woher willst du das wissen?“, bemerkte die kleine Wolke trotzig, wenngleich sich Zweifel in ihr Herz geschlichen hatten.

„Der, der am höchsten steht,“, entgegnete die Sonne und küsste den Horizont, „fällt am tiefsten.“

Damit war sie verschwunden. Und mit ihr das Licht.

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