Timothy – Der Schatten der Wahrheit

Es dauerte mehrere Stunden, ehe Maria sich von Julie verabschiedete. Viel zu lange wollte sie bei ihrer Freundin ausharren und sich um diese kümmern. Dennoch stand Julie sofort aus ihrem Bett auf, sobald ihre Freundin sie endlich verließ.

Erschrocken wirbelte ich um Julie herum. Auch ich war der Meinung, dass sie sich ausruhen sollte! Ich wusste nicht, ob ich sie verletzt hatte. Immerhin war es das erste Mal gewesen, dass ich in einem anderen Menschen gesteckt hatte.

Dass ich für diesen gesprochen hatte …

Weiterlesen

Veröffentlichung: Die Zuflucht im Leuchtturm

Und da ich mich auch gar nicht (Sarkasmus) vor dem Lernen meiner (hoffentlich!!!) letzten Klausur drücke, habe ich ein Buch für den Young Storyteller Award 2023 hochgeladen. Tada!

© David Boca

Hierbei handelt es sich um eine Veröffentlichung der Mottengedichte, die vor dem Meer in den Leuchtturm flieht. Ich musste sie für die Veröffentlichung zusammenführen/kürzen, um den Richtlinien der Ausschreibung gerecht zu werden. Dennoch blieb der Kern beständig.

Genauso wie der Abschied, mit dem die Motte sich der Realität stellen muss.

Nun gut: Ihr könnt das Buch wie gewohnt über Amazon oder die Autorenwelt beziehen. Vielleicht werde ich auch ein Buchtrailer dazu erstellen. Seitdem Twitter dieses komische X hat, war ich nicht mehr auf der Seite und überlege noch, mich stattdessen mehr auf Instagram/YouTube zu zeigen. Mal schauen.

Medra

M: Kraftlos

Diana zog sich wie ein Roboter an. Ruckartig. Still. Ohne Nachzudenken. Wenn sie die Gedanken zuließe, würden auch die Gefühle kommen. Und dann würden die Tränen sie wieder überwältigen.

Dabei hatte sie schon so viel geweint …

Ihre Finger rutschten an einem kleinen Knopf ab. Er war schwarz. Genauso schwarz wie ihre restlichen Anziehsachen. Alle würden heute schwarz tragen. Es war immerhin Ma-

Erneut rutschte sie ab. Diesmal am zweiten Knopf. Sie atmete tief durch. Schloss die Augen. Versuchte es noch einmal.

Aber sobald sie ihre Finger anspannte, begannen sie zu zittern.

Nein!

Diana kniff die Augen zu. Sie stellte sich vor, wie sie etwas anderes anzog. Irgendetwas buntes. Genau. Sie hatte so ein grünes Top im Schrank. Das hatte so ähnliche Knöpfe am Kragen. Marie hatte immer gemeint, dass es wie-

Marie.

Weiterlesen

B: Hervorbrechende Erinnerungen

Es war bereits nach drei Uhr morgens, als Liane die Geräusche von unten vernahm: Klimpern. Leises Poltern. Schritte.

Vorsichtig setzte sie sich in ihrem Bett auf und blickte zu Shiloh herüber. Eigentlich hatte ihre Freundin erst nach Liane einschlafen wollen. Als sie jedoch nur noch gähnen konnte, hatten sie sich gemeinsam ins Bett gelegt.

Sofort war das andere Mädchen im Land der Träume versunken.

Knirschen.

Entschlossen stand Liane auf und entriegelte ihre Zimmertür. Sie musste schnell hindurch schlüpfen, damit das Licht von nebenan Shiloh nicht wecken würde. Und noch schneller musste sie die Tür wieder schließen, ehe ihr Vater bemerkte, dass sie Besuch hatten.

Eines nach dem anderen.

Weiterlesen

B: Aus dem Schatten

„Du sollst sofort zurück ins Büro kommen … oder stellt das ein Problem dar?“, brummte Mr. Brume ins Telefon, „Na gut. Lass dir aber nicht zu viel Zeit. So ungehalten habe ich Mr. Belial schon lange nicht mehr gesehen.“

Chem Wak lauschte dem kurzen Tüten. Dem Rascheln von Stoff. Den Schritten. Dem leisen Atmen…

Reflexartig sog er selbst Luft ein und ließ sie einen Moment später wieder entweichen. Er neigte den Kopf zur Seite. Nickte stumm.

„Vorzüglich“, lobte er seinen Fahrer und deutete auf einen freien Stuhl.

Beinahe erleichtert setzte sich der andere Mann.

„Ich bitte vielmals um Verzeihung. Wenn Oliver nur-“

Chem Wak wank entschieden ab: „Er sollte nie mit ihrem Schatten verschmelzen. Wir alle brauchen früher oder später mal Zeit für uns. Also: Nicht weiter der Rede wert.“

Weiterlesen