K: Titelvergabe I

Tarek John verschränkte die Arme vor der Brust. Er spürte, wie seine zweite Seele vor Wut zitterte. Dennoch weigerte er sich, John die Kontrolle zu überlassen. Er durfte diesen nicht hinaus lassen. Nicht im Tempel. Nicht vor dem obersten Priester …

Nicht vor jener Person, die er am liebsten in der Luft zerreißen wollte.

Lass mich!, dröhnte es da auch schon durch seinen Kopf, Er hat kein Recht-

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K: Ein neuer Bruder III

Erschöpft kam Maggie wieder im Stützpunkt an. Sie grüßte die Macian stumm. Sah zu, wie die Wachen das Fahrzeug kontrollierten. Wartete, bis SveA sie in ihre Räume zurückgeleitete. Bis Yuki von ihren Schultern sprang und sich auf der Sofalehne ausstreckte.

Sobald die Tür hinter ihr ins Schloss fiel, nahm sie die Hand von ihrer Narbe. Maggie hatte unterwegs bereits das Kribbeln bemerkt. Es hatte sie überrascht, dass TJ sich erst gemeldet hatte, nachdem sie das Gruselhaus verließ. Und nicht schon vorher, als sie noch mit SR und Jessi gesprochen hatte.

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M: Ein eigenwilliger Fund II

Johnny wartete einige Minuten im Verborgenen. Erst danach ging er in die Richtung des Hauses zurück. Er hielt sich dabei an die Straße. Blieb immer direkt neben dem Sandweg: Weit genug weg, um seine Umgebung zu überblicken, allerdings auch nah genug am Wald, um notfalls darin abzutauchen. Als er das Gebäude wieder mustern konnte, hielt er inne. Er beäugte die Fenster nachdenklich. Dann den kleinen Garten und die Treppe, die zum Haus führte.

Zu diesem Waisenhaus

Als er sich sicher war, dass niemand ihn beobachtete, lief er zügig auf das Haus zu. Trotz aller Vorsicht fühlte er sich dabei beobachtet. Also achtete er darauf, sich normal zu geben. Als würde er hier wohnen. Als wäre er jeden Tag hier.

Dennoch ließ dieses unbehagliche Gefühl nicht von ihm ab.

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Die Realität

Rufen tat mich keiner
Und dennoch bin ich da.
Ich schmerze meinen Nächsten –
Egal ob klein, ob Schar.
~Die Pein

Rufen tat mich keiner
Und dennoch steh‘ ich hier.
Ich bringe dunkle Stunden
Jedem – sogar dir.
~Die Verzweiflung

Rufen tat mich einer
Ohne zu verstehen:
Mein Nehmen ohne Geben
Verdient kein Wiederseh’n.
~Der Krieg

Mich rufen ach so viele,
In Kummer, Glück und Tod
Wünschen sie sich Wärme,
Mein Licht in jeder Not.
~Die Liebe

Mich rufen ach so viele
Am Ende ihrer Kraft,
Sie hängen an dem Schimmer,
Träumen von einer höheren Macht.
~Die Hoffnung

Rufen tun mich alle
Und nehm’n sich Hand an Hand.
Doch stolpert auch nur einer,
Zerreißt das edle Band.
~Der Frieden

Drum stehe ich daneben
Male alles schwarz und weiß,
Werd‘ nicht angerufen,
Denn ich offenbare jeden Preis.
~Die Realität

M: Stiefel für den Kater

„Er braucht Stiefel, Mom! Bitte!“

„Er ist ein Kater, Marie.“

„Deswegen ja! Wie soll er sonst sprechen lernen? Oder auf zwei Beinen laufen?“

Sophie kicherte leise, während sie ihrem jüngeren Zwilling und ihrer Mutter lauschte. Mrs. Kleid hatte ihnen vorhin wieder das Märchen vom gestiefelten Kater aufgelegt und seitdem war Marie erneut davon überzeugt, dass man nur so den Zauber auf ihrem pummeligen Hauskater brechen könne.

„Warum tust du mir so etwas an?“, die Frage ihrer erschöpften Mom richtete sich an die ältere Frau, die die Schwestern immerzu betreute, wenn die Eltern arbeiten mussten.

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