Fujis Verzweiflung

Stumm schwebte die Wolke vor dem Mond auf und ab. Die letzten Worte des Mondes, nein, seiner Sabine, nein, seiner zweiten-

Woher wollte er wissen, dass der Mond die zweite Sabine war und nicht die erste? Immerhin behauptete der Mond ja, sich an alles erinnern zu können!

Der Preis des Lebens …

Deswegen war seine Sonnen-Sabine so vergesslich. Weil sie sich für die Welt und das Leben darauf aufopferte. Tagein. Tagaus. Tagein. Tagaus …

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K: Nur ein Traum I

Der Staub hinterließ einen toten Geschmack auf Nadjas Zunge. Er schmuggelte ein Gefühl der Einsamkeit in ihr beengtes Zimmer. Und selbst der stete Luftzug ihres kaputten Fensters wusste die Fusseln nicht zu vertreiben. Lieber entlockte er ihrem Windspiel ein schwerfälliges Lied. Dieses echote gepeinigt durch den Raum. Es sang mit seinen tristen Klängen von Kummer. Von Sorgen. Von Qualen.

So wie jede Nacht …

Zügig ignorierte Nadja die Töne. Stattdessen bemühte sie sich, die Schemen ihrer Möbel auszumachen. Ein schwieriges Unterfangen, da sie ohne den Mond die Ecken und Kanten nur erahnen konnte. Sie nahmen geisterhafte Konturen an, die stumm miteinander zu verschmelzen schienen.

„Gute Nacht und träum was Schönes. Wir sind zurück, ehe der Morgen anbricht“, hatte ihre Mutter vorhin noch gesagt.

Worte, die nun so weit entfernt wirkten.

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