K: Titelvergabe II

Schwerfällig setzte sich Tarek John in den Sand. Er blickte auf das gewaltige Meer. Fühlte sich so klein. Blickte dann zu Yuki, die noch kleiner war. Zu Maggie, die das Wasser gewiss ganz anders spürte als er. Zu ihrer Auxilius, die ihn mit ihren ernsten Augen auf mehr Abstand besinnen wollte.

Stattdessen schluckte TJ jedoch. Er ahmte die Fingerbewegung nach, mit der die Macian sonst die Winde lenkten, um Stimmen einzufangen. Um ihre Gespräche vor ungewollten Zuhörenden zu schützen.

Nickend kam Maggie der Aufforderung nach.

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K3: Prolog – Das kleinste Übel …

© Medra Yawa

[Bitte Triggerliste beachten. Danke.]

Ludwig Renaldo wank die Wachposten ungeduldig zur Seite, während er durch die Hallen eilte. Eigentlich hätte er sich auch zu seinem Bruder blinzeln können. Doch kam ihm der Fußweg eher gelegen. So konnte er seinen Frust fortschieben. Er konnte seine Gedanken neu ordnen. Das Dilemma abwägen …

»So gut gelaunt?«, grüßte ihn seine Kindheitsfreundin unerwartet. Er stockte. Er hatte sie nicht kommen gehört. Auch sein Vertrauter Arashi wirkte überrascht. Fiona Katja war die einzige Hushen, die ihn so überrumpeln konnte.

»Hast du nichts zu tun?«, murrte LR.

Obwohl er sich abweisend gab, schrak sie nicht zurück. Das tat sie nie. Stattdessen zuckte sie mit den Schultern und passte sich seinem Laufschritt an.

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M: Genug!

Sophie ließ die Worte an sich abprallen, während sie den Bleistift in ihrer Hand kreiste. Keine schnelle Bewegung. Eher eine rhythmische. Eine, die in dem Getöse der Diskussion gekonnt unterging.

Sie wollte keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Schon gar nicht, wenn sich die halbe Klasse wegen der Nachrichten zerfleischte.

„Er hat sie vergewaltigt!“

„Ob das denn stimmt?“

„Warum sonst sollte sie eine Abtreibung wollen?“

„Weil sie keinen Bock auf das Kind hat? Wer weiß schon, ob an den Behauptungen einer Minderjährigen etwas dran ist? Vielleicht will sie ihn nur in die Scheiße ziehen?“

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