Minki und die irre Zweibeinerin

(Nach sehr vielen wahren Geschichten)

Vorsichtig blickte Minki nach links. Und nach rechts. Noch einmal nach links. Und um ganz sicherzugehen, lieber ein weiteres Mal nach rechts.

Erst danach hastete er durch den Flur ins nächste Zimmer. Direkt unters Bett.

Geschafft! Wieder einmal hatte er sich seinem Fressnapf erfolgreich um einen Raum genähert, ohne dabei in die felllosen Hände zu rennen.

Seitdem die Zweibeiner seine Tücke mit den eckigen Bäumen erkannt hatten, hatte sich das Blatt für den Kater gewendet. Plötzlich war die Frau seines Retters so viel aufmerksamer. Sein Retter selber schien viel zu viel zu arbeiten. Und deren Tochter?

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Minki und die Schränke II

(Nach sehr vielen wahren Geschichten)

Minki stolzierte mauzend an der jüngsten Zweibeinerin vorbei durch den Flur. Sein Blick glitt über das erneute Chaos, das er angerichtet und für das die Felllose bestraft wurde. Schuhe lagen überall verteilt. Große Schuhe, kleine Schuhe, stinkende Tuben daneben und dort noch eine seltsame Bürste – es war wirklich mühevoll gewesen, das ganze Zeug zu verteilen, aber der Anblick war es allemal wert!

Immerhin war der Streit Musik in seinen Ohren. Er genoss es, der Frau seines Retters zu lauschen. Wie sie mit der Anderen meckerte. Wie das Gezeter hin und her ging. Wie sie ihn ignorierten.

Keiner vermutete seine Tücke!

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Minki und die Schränke I

(Nach sehr vielen wahren Geschichten)

Minkis Hobbys waren eher begrenzter Natur. Immerhin schränkte die Stadtwohnung viele seiner Freiheiten aufs Diabolischste ein. Die Fenster blieben über die meiste Zeit verschlossen, die Tür nach draußen verriegelt, der Besuch fiel viel zu mickrig aus und keiner dieser Gäste wusste seine Anwesenheit angemessen zu würdigen!

Alles in allem hatte der Kater nur wenige Möglichkeiten, sich den Tag zu versüßen. Klar, er konnte sein Fell auf den Polstern hochwürgen oder sich Essen stehlen, Wände ankratzen, auf die eckigen Bäume klettern und dort Dinge runterkicken oder mal versehentlich das Katzenklo verfehlen. Aber irgendwie war der Frau seines Retters immer viel zu schnell bewusst, dass er der Übeltäter hinter alledem war.

Die alte Zweibeinerin hatte ihn bereits mehrfach fluchend den Flur hinuntergejagt und mit diesen lästigen Kittelträgern oder Essensverboten bedroht. Es waren Horrorvorstellungen, auf die unser Protagonist dankend verzichten konnte.

Wie gut, dass Minki also kein gewöhnlicher Kater war. Während die meisten Exemplare seiner Art sich wohl schlafend zusammengerollt und ihr Schicksal in allen neun Leben akzeptiert hätten, so entschied er sich stattdessen, seinen Horizont zu erweitern.

Wenn auch nur, um es dieser felllosen Monstrosität heimzuzahlen.

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