Reminiscing: Brief

Erneut wird ein Brief den Klappentext von Merichaven ersetzen. Diesmal wird jedoch auch im Buch aufgeklärt, wann die Briefe entstanden sind und warum sie mit jedem Wort an Emotionen gewinnen.

Und wer die Briefe verwahrt hat.

Was haltet Ihr also von einer kleinen Reise in die Vergangenheit? Lasst uns doch ein wenig in Erinnerungen schwelgen, ehe wir uns der Zukunft zuwenden.

Nur so können wir doch den morgigen Tag lächelnd begrüßen, oder?

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Minki und das größere Wesen

(Nach sehr vielen wahren Geschichten,)

Das kleine Wesen blieb nicht lange klein.

Minki wollte es verfluchen! Der Kater hatte dem Geschöpf von Anfang an nicht über den Weg getraut. Es hatte ihn seit jeher besorgt. Er war von dem Winzling so sehr schikaniert worden! Seine Ohren wurden gepeinigt. Seine Nase wurde ausgeräuchert. Sein Schwanz wurde massakriert!

Und endlich wusste er auch warum. Bei diesem Wesen handelte es sich um einen weiteren Zweibeiner. Einem ziemlich dummen Zweibeiner.

Der Kater sprang auf einen niedrigen eckigen Baum. Hier konnte ihn der Winzling nicht erreichen. Hier war er noch sicher vor diesen mickrigen Händen, die ständig nach ihm langten. Sicherlich würde die Frau seines Retters mit ihm schimpfen. Immerhin wusste er, dass er auf den eckigen Bäumen eigentlich nichts zu suchen hatte. Aber wenn Minki die Wahl zwischen ein paar bösen Worten und diesem winzigen Monster von einem Zweibeiner hatte, dann brauchte er nicht lange nachdenken.  

Forschend glitten seine Augen über den Kasten, in dem das Wesen hing. Die zwei Beine des Geschöpfs strampelten wild umher, während das Gerüst des Kastens den Körper aufrecht hielt. Die Arme des Felllosen kamen kaum über die Gefängniszelle, in der es festhing. Dennoch streckte es sie fordernd nach dem Kater aus und gab dabei immer dieselben unklaren Laute von sich.

Minki fauchte.

Das Wesen lachte.

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IKdJ: Prolog – Namensfrage

Tod

Was ist ein Name?, fragte sie erschöpft. Ihre violetten Augen flatterten wild umher und ihr silbriges Haar hing ihr verschwitzt ins Gesicht.

Er hielt inne, ehe er sich ihr vollends zuwandte.

Es war wieder soweit.

Ein Name ist nur ein Wort, log er, Es ist nichts, um das man sich Sorgen müsste. Es ist eine einfache Beschreibung, gefangen in strikten Buchstaben oder Zeichen … ohne die Spur einer Seele.

Aber dann … Warum befehligen sie solche Macht?, klang ihre Stimme schwach hinüber, als sie versuchte, sich an ihrem so verzweifelt festzuklammern.

Ein Name besitzt keine Kraft. Zumindest nicht anfangs. Wir gaben ihnen Macht. Deswegen können wir die Illusion des Namen nicht sehen, dafür aber die Person dahinter, eine kalte Stille folgte seiner Erklärung.

Ist das der Grund, warum du Tod wurdest?

Aber Tod schwieg, als er mit seiner gewaltigen Sichel ausholte und sie in ihr winziges Herz rammte.

Er hatte nie eine andere Wahl…

…als Leben zu töten.


Das ist aus dem NaNoWriMo 2017. Mein erstes Projekt, dass einfach nur Spaß- und Motivationszwecken diente. Wow! Sowas war ja mal nötig!