K3.5: Prolog – Die Geburt einer Freundschaft

© Medra Yawa

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Sven Ryan folgte seiner Mutter durch die kühlen Gänge. Er mochte diesen Ort nicht. Hier war es immer zu kalt. Zu steril. Aber genau deswegen musste er sie begleiten.

Er durfte sie nicht alleine in die Hölle lassen.

Obwohl er erst acht Jahre zählte, wollte er seine Mutter beschützen. Sie war seine Ma. Sein Fels in der Brandung. Er wusste, dass sie einzigartig war. Dass die anderen Mütter von Kumohoshi nicht so liebevoll mit ihren Kindern umgingen. Egal, ob diese so alt wie er oder sehr viel jünger waren. Doch war das nur ein weiterer Grund, warum er sich um seine Ma zu kümmern hatte.

Warum er ihr beistehen musste …

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K: Vor der ersten Prüfung

„Bias?“, weckte ihn die zaghafte Stimme und sofort saß RT im Bett und ließ seine zweite Seele den Körper lenken.

„Solltest du nicht schlafen, TC?“, fragte Tobias seine Schwester, die unruhig in der Tür stand.

Das blonde Mädchen zuckte zusammen und sah sich nach ihrer Vertrauten um. Diesem stummen Schmetterlingswesen, das ihre Mutter ihr direkt nach der Geburt aufgedrückt hatte. Seine Schwester hatte es schon damals gebraucht, weil ihre Magie zu sprunghaft gewesen war. Weil sie sonst von ihrer eigenen Kraft verschluckt worden wäre.

Dabei hätte sie erst kurz vor dem Eintritt in die Akademie einen Desson bekommen sollen.

„Drüben ist es so kalt“, murmelte TC, „Darf ich bei dir schlafen?“

Noch ehe sie die Frage gestellt hatte, hob RT die Decke für seine Schwester an. Er war eh so oft auf Missionen unterwegs, da würde er sie gewiss nicht an seinen freien Tagen wegschicken!

Vor allem nicht am Abend vor der Aufnahmeprüfung.

„Angst?“, flüsterte er, als sie sich an ihn kuschelte.

Sie reagierte nicht sofort. Erst lud sie Chou ein, sich auf seinem Nachttisch niederzulassen. Danach wandte sie sich wieder RT zu.

Ihre Augen waren feucht.

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