Timothy – Marias Untergang

Um bei Verstand zu bleiben und auf keinen Fall die Zeit zu vergessen, schlüpfte ich in den Körper eines Pferdes, das Marias Kutsche zur Kirche zog. Es war eigenartig, mich plötzlich mit vier Füßen fortzubewegen. Zumal ich sonst ja nicht einmal einen hatte. Auch spürte ich, wie das Pferd mich nicht in seinem Kopf haben wollte. Doch unterdrückte ich seine Seele. Ich machte mich breit. Lenkte den Körper weiter. Ließ erst am Ziel von ihm ab.

Am Ziel, wo das Pferd erschöpft umfiel. Wo es zitterte. Wo die Menschen davon sprachen, dass es wie besessen wirkte. Dass es nicht normal wäre!

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Timothy – Der Schatten der Rache

Es dauerte, Bernhard in das Gröbste einzuweihen. Nicht in alles. Das wäre zu fatal. Und dann könnte unser Vorgehen zu leicht auf Julie zurückfallen. Von daher berichtete sie ihrem neuen Gemahl zuerst von der ausgetauschten Dienerschaft. Sie gab an, dass die vorherigen Angestellten mehr Lohn bekommen hätten. Und dass nun im Osten des Anwesens Zimmer gesperrt waren. Etwas, was gewiss am Geldmangel lag, oder? Dennoch war das Anwesen selbst ein stattliches Sümmchen wert …

Zu jedem ihrer Worte nickte Bernhard eilig. Er konnte ja nicht ahnen, dass die totgeglaubte Elisabeth in den verstaubten Räumen versteckt wurde. Oder dass der Herr des Hauses ein Geizkragen war.

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Timothy – Julies großer Tag

Es dauerte zwei Tage, bis Maria sich wieder blicken ließ. Sie setzte eine freundliche Maske auf. Entschuldigte sich bei Alexander, weil sie von einem Vogel gehört habe, der sein Zimmer verwüstet hätte. Erklärte, dass es ihr leidtäte und dass sie hoffte, ihm würde es an nichts fehlen.

Beeindruckt lehnte ich mich zurück, während sie die Hochzeitsplanung mit den beiden Männern besprach. Sie erklärte, dass sie Julies und Bernhards Liebe für märchenhaft hielt und die beiden deswegen vor ihr und Alexander heiraten sollten. Nichts würde sie glücklicher stimmen, als eine kleine Hochzeit vor ihrer eigenen. Einer, in der sie ihre beste Freundin lächeln sehen könne.

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M: Der erste Myles II

Mortes harrte fast drei Stunden in der Dunkelheit aus, ehe die ersten Geräusche erklangen. Ein Schaben. Ein Kratzen. Dann stille Schritte.

Angespannt wartete er, bis er die andere nur noch wenige Meter von sich entfernt glaubte. Erst dann knipste er sein Feuerzeug an und präsentierte dabei seine – bis auf die mickrige Lichtquelle – leeren Hände.

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Timothy – Die Einladung

Es dauerte drei Wochen, ehe Maria ihre Antworten an Alexander eigenständig verfassen konnte, doch kam mir dieselbe Zeit wie drei Jahrzehnte vor. Viel zu schwerfällig griff das Mädchen nach Pergament und Feder. Dabei hätte ich ihr die Gegenstände am liebsten selbst in die Hände geschoben!

Julies Geduld beeindruckte mich dabei zutiefst. Stets wiederholte sie ihre Bitten oder Fragen oder las Alexanders Briefe auch ein sechstes Mal vor. So lange, bis Maria sich endlich darauf konzentrierte.

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