Timothy – Die letzte Hürde

„Nein. Nein. Nein. Nein!“, ich beobachtete, wie Elisabeth auf ihr Bett einschlug, „Das darf nicht- Nein!“

Obwohl ihr Anblick von Schmerz geprägt war, so konnte ich nur Freude verspüren. Freude, die sich auch über Julies Lippen schlich, als ich ihr das Bild von Elisabeths Gemächern zeigte:

Ein offenes Fenster. Die brennenden Kirche in der Ferne. Die verzweifelte Elisabeth in ihrem Bett.

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Timothy – Der Schatten der Rache

Es dauerte, Bernhard in das Gröbste einzuweihen. Nicht in alles. Das wäre zu fatal. Und dann könnte unser Vorgehen zu leicht auf Julie zurückfallen. Von daher berichtete sie ihrem neuen Gemahl zuerst von der ausgetauschten Dienerschaft. Sie gab an, dass die vorherigen Angestellten mehr Lohn bekommen hätten. Und dass nun im Osten des Anwesens Zimmer gesperrt waren. Etwas, was gewiss am Geldmangel lag, oder? Dennoch war das Anwesen selbst ein stattliches Sümmchen wert …

Zu jedem ihrer Worte nickte Bernhard eilig. Er konnte ja nicht ahnen, dass die totgeglaubte Elisabeth in den verstaubten Räumen versteckt wurde. Oder dass der Herr des Hauses ein Geizkragen war.

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Timothy – Wahre Worte

Ich beobachtete Julies schlafenden Körper. Wie sie einatmete. Wie sie ausatmete. Ein. Und aus. Ein. Und aus. Ein stetiger Rhythmus, an dem ich mich festklammerte. Damit ich bei Sinnen blieb. Damit ich nicht abschweifte. Damit-

Als Bernhard sich in den frühen Morgenstunden vorsichtig aus dem Bett schob, war ich bereit. Ich beobachtete, wie er an Julie herantrat. Wie er seine Ehefrau beobachtete. Wie er die Hand nach ihr ausstreckte. Wie er diese seufzend zurückzog. Wie er sich lieber einen Morgenmantel überwarf.

Dann schlich er sich aus dem Zimmer.

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Timothy – Die Farben des Verrats

Erst als wir am Abend in ihrem Zimmer beisammen saßen, schwebte ich erneut in Julie hinein, um so meine neusten Erinnerungen mit ihr zu teilen. Die Briefe, die Alexander diesmal bekommen hatte. Jene, die er nachmittags geschrieben hatte, während Julie mit Maria Tee trank. Die Dienstbotengänge, die von Tag zu Tag leerer erschienen.

Marias Vater entließ wahrscheinlich bereits die ersten Angestellten, damit der spätere Austausch der Bediensteten leichter von statten gehen würde. Damit keiner mehr Elisabeth erkannte. Damit seine Tochter die neue Lady des Hauses werden könnte …

Kranker Mistkerl.

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Timothy – Heiratsbedingungen

Die Verlobung wurde zwei Wochen später bekannt gegeben. Und wie Elisabeth vorhergesagt hatte, wandte sich Alexander damit auch an Julie und betonte ihre immerwährende Unterstützung für Julie. Er äußerte, dass er so jemanden für seinen jüngeren Bruder bräuchte. Für diesen aufmüpfigen Chaoten, der ein Herz aus Gold hätte. Dass er und Maria sich daher freuen würden, wenn Julie ein Teil ihrer Familie werden würde.

Genauer gesagt: Bernhards Frau.

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