Begonnen vor über zwei Jahrzehnten, Flogen Buchstaben über die Seiten, Skizzierten auf wundersame Weisen, Durchbohrten mit valyrischem Eisen, Ein Erstreben, Westeros‘ einzig Lohn- Verstrickten sich in den eisernen Thron.
So verbündeten die Häuser sich schnell, So zerbrachen Freundschaften im Duell. Stark, Tully, Targaryen, Martell, Lannister, Baratheon, Tyrell, Arryn, Frey, Bolton sowie Mormont- Kämpften für einen einzigen Grund.
Sie alle wollten an die Spitze, Machten darüber keine Witze, Belauschten Konkurrenten am Hof, Rissen Kinder aus der Mutter Schoß.
Könige starben wie die Fliegen. Feuer und Blut begann zu siegen. Die Schulden wurden eingenommen. Und der Winter vermag zu kommen.
Drum mussten die Häuser wählen. Drum mussten die Häuser zählen. Jede einzelne Seele müsse helfen, Und so zerbarsten mancher Manns Welten.
Ob alte Götter oder neue, Ob Verrat oder Treue, Wurden Hochzeiten ausgerichtet, Über Tote hämisch berichtet.
So schied der Glauben dahin, Der Fremde bekam einen anderen Sinn, Die Nachtwache wurde vergessen, Die Wildlinge flüchteten wie besessen.
Eine Geschichte, die nun bald endet, Die Leser und Zuschauer verändert- Über Zauberei, Betrug, Sklaven und Drachen Oder ewig über eine Mauer zu wachen, Erzählt sie von tragischen Leben Und wie sie viel zu schnell vergehen.
Es ist ein Lied von Eis und Feuer.
Ein kleiner Tribut zum Auftakt der letzten Staffel – auch wenn dieser eigentlich bereits gestern war.
Danke, George RR Martin und HBO, dass ihr eine so klasse Serie produziert habt. Ich kann das Ende kaum erwarten und verweise natürlich bei allen eingebauten Zitaten auf die Originalwerke. (TV-Serie: Game of Thrones; Buchserie: Das Lied von Eis und Feuer)
Ich weiß nicht, wo es herkam. Dieses kleine Boot, unbiegsam! Im wilden Gewässer, Am schneidenden Messer.
Würde es nicht übersteh‘n, Würde es gewiss untergeh’n, Dieses kleine Boot – Verloren in Seenot …
Doch waren meine Sorgen unbegründet, Denn als wäre das Holz angekündet, Wurde es umwoben, Emporgehoben.
Ich beobachtete es vom Leuchtturm aus, Bedachte es aus diesem sicheren Haus, Konnte die sanften Wellen nicht verstehen, Die ihm liebevoll beistehen …
Was, oh, was nur war besonderes daran? An diesem einfachen, winzigen Kahn? Warum vermochte er zu schwimmen? Während andere verglimmen … Während andere ertrinken, In tiefen Wellen versinken, Vermag es zu treiben, Die Eifersucht einzuverleiben!
Meine Glühwürmchen, sie singen, Sie tanzen und springen, Sie freuen sich gar sehr, Für dieses kleine Boot im Meer.
Nur weiß ich nichts zu zusagen. Ich will es nicht mal wagen. In meinem Inneren schreie ich auf:
Verschwinde! Du weißt nichts über frühere Winde! Wünschte ich Dir: „Ersauf“?
Endlos weit erstreckt es sich: Manchmal grau, Manchmal blau.
Diese Wellen und Gischt: Manchmal rau, Manchmal flau.
Das Nass wirkt gar wundersam, Wie ein freudiger Balsam. Doch schmerzt die Wunde sehr, Wenn du sie lässt lecken vom Meer.
Das Salzige beißt. Es krallt und es reißt – Zerreißt Deinen Leib!
Das Meer versucht, Dich zu umweben, Glück und Freude soll es geben. Es weist auf den weiten Horizont, Der Dich liebevoll besonnt.
Aber sieh nur, sieh! Die Tiefenmelodie! Sie versucht, Dich zu ergreifen- Zu packen, zu reißen, In den Abgrund zu geheißen, Dich nie empor zu reifen!
Denn das Meer ist eine Täuschung, Eine wundersame Verlockung, Es malt mit den Wellen Gedankliche Schellen.
Es wagt Worte zu winden, Dich an es zu binden, Deine Augen zu erblinden, Kein Licht zu finden.
Das Meer ist kalt. Das Meer ist hart. Das Meer ist einzig Eine herzlose Tat.
Und wenn der Sturm kommen mag, Schaufelt es einen stillen Sarg, Ein gefühlloses Leben, Ohne jegliches Streben.
Das Meer mag mal sanft gewesen sein – und das nicht nur zum Schein – Doch das Meer vermochte zu wählen, Sich gegen sein Schicksal zu lehnen.
Ach, wie schön wären sie gewesen! Tage am Meer, mit freudvollem Streben! In denen man sich im Wasser wärmt, Sich keiner Missetat schämt. Man hätte Lachen können, weinen. Hätte sich getröstet ohne zu leiden. Hätte die Sonne genossen. Sich nicht in Eifersucht ergossen.
Tage am Meer wären ein Traum, Der nun verschwindet im Schaum. Die Wellen ziehen zum anderen Ort, Hinterlassen einen eisigen Ford.
Dieser umgibt einen Leuchtturm, Wurde erbaut im furchtbaren Sturm, Kennt alle Gräueltaten, Die Dich im Meer erwarten.
Es ist ein eisiger Schutz, Mit gewaltigem Nutz. So umgibt er meine Glühwürmchen und mich, Die mir brachten, mein Licht.