K: Die Gäste I

Linda Zarina starrte die Neuankömmlinge mit großen Augen an. Ein Mann und eine Frau. Beide Hushen. Beide mit diesen weiten Anziehsachen. Die, mit den breiten Ärmeln. Und den komischen Kreisen über der Brust. Ihre Schuhe klackten leise durch den dunklen Flur. Doch ihre Vertrauten bewegten sich fast lautlos: Ein weißes Schwanenwesen und ein orangenes Fuchswesen. Ersteres wirkte teilnahmslos. Doch letzteres …

Als die Gäste in ihrer Unterkunft verschwanden, begegneten Linda dem Blick des Fuchses. Linda lächelte ihn an. Winkte zaghaft. So zaghaft, wie Zarina es in ihrer üblichen Unruhe zulassen würde.

Kurz darauf war er verschwunden.

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K: Am Shanai II

„Ist … sie …“, hörte Tristen Steffen seine Mutter fragen.

Weiter kam sie nicht. Sie wagte es nicht den Tod auszusprechen. Das durfte sie nicht. Nicht als Floris. Aber als Mutter brauchte sie Gewissheit. Sie sorgte sich um ihre Tochter. Genauso, wie er sich um seine Schwester-

Sie lebt! Beeil dich endlich, Tristen! Sie lebt!

Die Worte ließen ihn erstarren. Wie sollte das möglich sein? Ihre Lippen … Sie waren so blau. So-

„Ich fürchte, ich kann nichts mehr tun“, entgegnete der Wassergeneral gepeinigt, „Ich bekomme das Wasser nicht-“

„Lügt nicht!“, schrie Tristen, als er die Starre überwand. Er sprang über das Loch – zu ungeduldig, um herum zu laufen. Für einen Moment gab der Boden unter ihm nach. Er glaubte, zu fallen!

Dann zog Julian ihn zu sich heran.

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