K: Das Herz einer Mutter I

Die Nacht fühlte sich leichter an. Leichter als die vorherigen. Fast schon friedlich. Dabei konnte Maggie immer noch spüren, wie die Anspannung sie einnahm. Sie war seit über einer Woche da. Seit-

Die Berührung an ihrer Stirn ließ ihre Gedanken verstummen. Sachte öffnete sie die Augen. Sie starrte auf den schwarzen Stoff, auf dem sie lag. Dann auf die Hand, die routiniert an ihrem Nasenbein herabstrich, ehe sie sich wieder auf ihren Haaransatz legte. Zuletzt fiel ihr Blick auf TJ’s geschlossene Augen.

Ob er selbst kurz vorm Einschlafen war?

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K: Titelvergabe II

Schwerfällig setzte sich Tarek John in den Sand. Er blickte auf das gewaltige Meer. Fühlte sich so klein. Blickte dann zu Yuki, die noch kleiner war. Zu Maggie, die das Wasser gewiss ganz anders spürte als er. Zu ihrer Auxilius, die ihn mit ihren ernsten Augen auf mehr Abstand besinnen wollte.

Stattdessen schluckte TJ jedoch. Er ahmte die Fingerbewegung nach, mit der die Macian sonst die Winde lenkten, um Stimmen einzufangen. Um ihre Gespräche vor ungewollten Zuhörenden zu schützen.

Nickend kam Maggie der Aufforderung nach.

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K: Titelvergabe I

Tarek John verschränkte die Arme vor der Brust. Er spürte, wie seine zweite Seele vor Wut zitterte. Dennoch weigerte er sich, John die Kontrolle zu überlassen. Er durfte diesen nicht hinaus lassen. Nicht im Tempel. Nicht vor dem obersten Priester …

Nicht vor jener Person, die er am liebsten in der Luft zerreißen wollte.

Lass mich!, dröhnte es da auch schon durch seinen Kopf, Er hat kein Recht-

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K4: Prolog – Der rechte Weg?

© Medra Yawa

 [Bitte Triggerliste beachten. Danke.]

Unschlüssig betrachtete TJ die massiven Türen vor ihm. Die Wachen hatten ihn zum Warten aufgefordert. Dabei sollte er eigentlich zu seinem Vater. Wegen der Planung eines Angriffs. Um die Monster endlich loszuwerden!

Und diesmal sollte er mitkommen. Er dürfte kämpfen.

Nur hieß das nicht, dass er auch wollte.

Reicht es nicht aus, dass Vater unseren Freund in das Ganze hineinzieht?, murrte seine zweite Seele.

Lass das, John. Ryan hat sich freiwillig gemeldet. Er will dort runter, korrigierte Tarek den anderen.

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K: Hinter der Duria

Das ist so langweilig, murrte Steffen, als sie von ihrem Vater, dem Lyx, zu den Familienstammbäumen anderer Macian belehrt wurden, Ich mag das nicht. Zu viele Leute, die alle irgendwie irgendwas untereinander am Laufen hatten …

Nun, es ist gänzlich egal, ob wir es mögen. Wir brauchen es. Für Vali, entgegnete Tristen.

Damit gab sich seine andere Seele mürrisch den Erklärungen ihres Vaters hin. Sie sollten sich alles merken. Dabei interessierte es ihren Vater nicht, ob TriSte die Leute bereits kannte oder die Lektionen schon bei seiner Mutter hatte.

Denn was die Floris ihm beigebracht hatte, war dem Lyx stets ein Dorn im Auge.

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