Sommer

Sonne prescht herab.
Fordert, was sie einst gab.
Schlägt mit ihren Strahlen ein.
Fordert ihr’n Tribut ein.

Stickiger Rauch,
Steigt schon empor.

Stickiger Rauch,
Obwohl ich schwor-

Brände zu vermeiden.
Sie auszuweiden,
Sie zu entkleiden,
Niemals zu leiden…

Die Feuer des Sommers:
Nehmen, zerren, verschlingen,
All das, was sie zu fassen kriegen.

Die Feuer des Sommers:
Zerstören und verzehren,
Überall dort, wo sie heimkehren.

Sommerlicher Gruß.
Sommerlicher Kuss.
Sommerlicher Überdruss?

Aber was, wenn ich ihn einfach genießen will?
Den Sommer mit all seinem Gebrüll?

Dieses eine Jahr…
Fürwahr
Machte mir klar
Allemal…

Sommer ist nicht nur Feuer.
Feuer ist nicht nur Sommer.
Denn Sommer ist frommer.
Und Feuer
 -obgleich nicht geheuer-
Kein Ungeheuer.

Sommer ist Wärme, lange Nächte.
Sommer ist für Kurze-Hosen-Rechte.
Sommer ist die Zeit am Meer.
Und Sommer ist so vieles mehr!

Sommer ist –
Was es ist.
Mit lechzenden Flammen
Im knisternden Lagerfeuer.

Ein gebändigtes Ungeheuer!

Der Fluch

Pinselstrich
Um Pinselstrich.
Erkennbar im matten Licht
Das eingefall’ne Gesicht.

Verfilzte Haare,
Asche und Ruß.
Weil es keine zehn Jahre
Alte gewesen sein muss.

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen
Taten.

Soll es verwirktes Leben
Wirklich immer geben?

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen
Sünden.

Soll dieser endlose Schmerz
Wirklich einziehen ins Herz?

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen-
Nein!

Dies ist kein Ende.
Dies ist kein Punkt.
Es ist ein Und-
Und eine Rückblende.

So erklärt dieser Fluch
Den wütenden Besuch
Der lodernden Hölle.