Timothy – Geplante Ehe

„Alexander ist wunderbar!“, schwärmte Maria uns vor, „Er ist aufmerksam, höflich und schau mal! Heute früh hat er mir extra diese Blumen gepflückt!“

Ich lauschte Julies Zustimmung, während ich selbst nur auflachen wollte. Die besagten Blumen waren immerhin von einem der Bediensteten gekommen. Dieser Alexander hatte den erstbesten Bediensteten ausgesandt, um sie zu besorgen.

Dennoch nahm ich es hin. Alexander war Julies Ticket aus diesem verfluchten Anwesen. Und sobald Julie abreisen würde, würde Marias Vater für Timmys Tod bezahlen!

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Märchenstunde: Die letzte herzlose Tat II

Domini musste sich drei Tage gedulden, ehe er die Chance ergreifen konnte. Drei Tage, in denen er sich seinem Vater unterordnete und vor diesem auf dem Boden kroch. Drei Tage, in denen er sich über die kranken Taktiken des Mannes belehren ließ, mit denen er die Dörfer erpresste. Mit denen er sich stets all jenes nahm, was ihm nicht zustand.

Nach der Lektion am dritten Tag gab Domini vor, Kopfschmerzen zu haben und sich zurückzuziehen. Er behauptete, dass der Berg ihm Alpträume bescherte, weil er sich stets an die Taten aus der Nachfolgesuche erinnern müsse. Und dass er wohl nun eine Pause bräuchte.

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B: Drohendes Unheil

Chem Waks Träume waren schon immer anders gewesen. Sein Kopf suchte ferne Welten auf, wenn er in die Trance fiel. Welten, die einem Menschen zu sonderbar, zu seltsam erscheinen würden. Doch für ihn? Für ein Wesen, das verdammt wurde, da es nicht die Zukunft seiner eigenen Welt sehen konnte?

Dafür jedoch die Zukunft von Liliths Heimat?

Nachdenklich musterte er die Wesen, die durch seinen Traum wanderten. Wesen, die mit Gesten und Gerüchen kommunizierten. Die Lichter ausstrahlten, um sich Gehör zu verschaffen. Die schrien. Die ihre Gedanken übertrugen ….

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Am Boden

Einsam und verloren,
Im Inneren erfroren,
Nach Außen ein Lächeln,
Ich darf ja nicht schwächeln.

Erschöpft, ohne Kraft,
Während ein jeder lacht,
Während jeder sich freut,
Fühl‘ ich mich wie betäubt.

Die Steine liegen-
Nein! Sie fliegen,
Mir mitten ins Gesicht,
Doch Schmerz spür‘ ich nicht …

Wer spürt schon die Tropfen im Meer,
Wenn das Wasser drückt so schwer?
Beim Ertrinken wird es nicht vermessen,
Man wird stattdessen am Boden vergessen …

Am Boden unter so viel Nass,
Wird meine Haut ganz blass,
Während ich mich verlass …

Ein Lächeln nach oben
Vom untersten Boden
An jene mit ihren Sorgen,
An jene mit einem Morgen …

An jene, die mich hochziehen?

Die Hände sie reichen,
Sie sind mir ein Zeichen,
Sie wollen nicht weichen,
Lassen mich nicht erbleichen!

Sie zerren mich an die Luft,
Zerren mich aus der nassen Gruft,
Sie zerren mich zurück ins Leben,
Das ich beinah hätt‘ vergeben

Und schenken mir Seelfrieden.

Wahrer Wind

Der Wind kennt keinen Halt,
Wenn er durch uns‘re Welt schallt.
Ja, mal muss er sich verbiegen,
In falsche Richtungen gar fliegen.
Er muss tanzen und sich strecken,
Gelangt trotzdem in entlegenste Ecken!

Denn der Wind ist frei –
Frei zu träumen,
Frei von Zäunen
Frei von jeder Streiterei.

Im Wind singen die Wünsche.
Sie sind dort wahre Trümpfe.
Sie entgehen jedem Nein,
Singen in die Welt hinein!

Mal sind sie sanft und zart.
Mal stürmisch und hart.
Mal verherrlichen sie das Glück.
Und mal fordern sie ihre Liebe zurück.

Die Winde sind frei.
Die Träume sind frei.
Die Zukunft ist frei?

Dennoch sollen wir unsere Richtung lenken?
Ohne den morgigen Tag zu zerdenken?
Unsere Hindernisse können nur bedingt nützen!
Wir müssen uns aufs Unbekannte stützen.