Märchenstunde: Die Geburt der Meernixen

Es war einmal vor langer, langer Zeit, da lebte ein König auf seiner Insel. Dieser König hatte sieben Söhne, aber nur eine Tochter, welche jede Krankheit magisch anzog. Stets wurde sie von Husten oder Fieber geplagt, sodass sich der König immerzu um sie sorgte. Und so kam es, dass er seine Söhne vernachlässigte, die sich bald darauf alle als alleinige Erben sahen.

Jeder wollte nach dem Tod ihres Vaters das Reich regieren. Denn jeder sah sich selbst als perfekten Nachfolger an. So war der erste sehr geschickt in der Buchführung, der zweite hatte die Kunst der Diplomatie mit dem Festland erlernt, der dritte war in der Schiffsfahrt und der Meereskunde bewandert, der vierte wusste jede Nahrung herzustellen oder gar anzubauen, der fünfte war ein Gelehrter des Tempels, der mit Auszeichnungen überhäuft wurde, der sechste wusste jedes Tier zu besänftigen und für seine Zwecke zu gewinnen, der siebte lenkte die Stimme des Volkes mit seinem Gesang.

Wie konnten die Gaben der anderen Brüder wichtiger als die eigene sein? Geschweige denn für eine kränkliche Schwester ignoriert werden?

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Fujis Verzweiflung

Stumm schwebte die Wolke vor dem Mond auf und ab. Die letzten Worte des Mondes, nein, seiner Sabine, nein, seiner zweiten-

Woher wollte er wissen, dass der Mond die zweite Sabine war und nicht die erste? Immerhin behauptete der Mond ja, sich an alles erinnern zu können!

Der Preis des Lebens …

Deswegen war seine Sonnen-Sabine so vergesslich. Weil sie sich für die Welt und das Leben darauf aufopferte. Tagein. Tagaus. Tagein. Tagaus …

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