Einsamkeit

Hörst du das?

Diese Stille?

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Verlassen, allein,

Gebrochener Wille?

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Mir ist nicht kalt,

Mir ist nicht warm.

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Dennoch hält mich

Keiner im Arm.

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Das Herz wird

Zerdrückt,

Fortgerückt,

Verrückt?

Verrückt von der Einsamkeit?

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Verrückt von dem,

Was keinen befreit.

Was keinem-

-hilft.

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Einsamkeit:

Ruhestunde.

Klaffende Wunde?

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Ist’s doch still,

Weil auch ich

Schweig.

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Ist’s nicht mein Will,

Fehlt mir der

Zweig?

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Nein.

Nicht ein Ast.

Mir fehlt ein Mast.

Ein Mast des Vertrauens?

Einer, der mich hält?

Einer, der mich schellt?

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Einer, der mich beschützt.

Einer, der mein Innerstes

Beglückt.

Mit seinem Lächeln.

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Deswegen fehlt der Ton.

Deswegen fehlt die Musik.

Deswegen fehlt der Rhythmus.

Ein sanftes Wiegenlied.

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Es fehlt und ich schrei!

Ich schrei mir Hilfe herbei!

Ich suche die Arme!

Ich suche den Weg-

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Den Weg aus der stillen

Einsamkeit.

K: Rechnungen und Versprechen

Rebekka Naar wühlte sich im Kerzenlicht durch den Stapel an Briefen. Irgendwo musste der dämliche Zettel doch sein! Sie wusste genau, dass sie ihn vor ein paar Wochen zu den anderen Forderungen gelegt hatte. Zu all diesen Papieren, die sie bereits seit Monaten nach ihren Dringlichkeiten sortieren wollte.

Und hatte man ihnen den Strom abgestellt.

Genervt fand sie den zerknitterten Brief. Es war eine Zahlungserinnerung – datiert auf letzten Monat. Wie hatte sie diese – zusätzlich zu so vielen anderen – nur verstreichen lassen können? Mittlerweile verlangte das Unternehmen ein halbes Vermögen, um die Mahnungen abzubezahlen und ihre Zahlungsfähigkeit zu bestätigen. Immerhin war es nicht das erste Mal, dass sie in Verzug geraten war und-

„Mama?“

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