Das ist so langweilig, murrte Steffen, als sie von ihrem Vater, dem Lyx, zu den Familienstammbäumen anderer Macian belehrt wurden, Ich mag das nicht. Zu viele Leute, die alle irgendwie irgendwas untereinander am Laufen hatten …
Nun, es ist gänzlich egal, ob wir es mögen. Wir brauchen es. Für Vali, entgegnete Tristen.
Damit gab sich seine andere Seele mürrisch den Erklärungen ihres Vaters hin. Sie sollten sich alles merken. Dabei interessierte es ihren Vater nicht, ob TriSte die Leute bereits kannte oder die Lektionen schon bei seiner Mutter hatte.
Denn was die Floris ihm beigebracht hatte, war dem Lyx stets ein Dorn im Auge.
Kräftiger. Heller. Lebhafter. Bunter. Ja. Bunter. Sie mussten bunter werden!
Seine linke Hand packte fester zu. Er spürte, wie ihn Gefühle einnehmen wollten. Doch zwang er sie fort. Diese Gefühle zählten nicht. Sie durften nicht zählen. Nein. Denn …
Er strich über das Heiligtum in seinen Händen.
Er musste vorsichtig sein. Wenn er es vermasselte –
Der Faden färbte sich grün.
Beziehung lächelte müde.
Leben drehte sich seufzend um. Ihre violetten Augen wanderten über ihn. Noch immer meckerte sie über die zerstörten Betten. Sie reparierte gerade das zweite. Richtete gelegentlich das Wort an ihn.
Nur vermochte Beziehung kaum, sich darauf zu konzentrieren.
Sie hatte noch zwei Betten vor sich.
Er jedoch noch dutzende Fäden.
Vorsichtig ergriff der Gewandelte die nächste Verbindung, die die Schöpferin mit einem der anderen verband.
Neugier tauchte vor seinem inneren Auge auf.
Ihre leeren Augenhöhlen.
Tod.
Beziehung zögerte, ehe er diesen Faden begutachtete.
Nein.
Daran durfte er jetzt nicht denken!
Der Frust überkam ihn so plötzlich und so nachdrücklich, dass er diesen Faden beinahe zerquetscht hätte. Er atmete tief durch.
Nur er konnte die Fäden sehen. Nur er konnte sie verändern. Nur er konnte ETWAS verändern.