B: Die Scherben Blaincs

Pico lehnte sich über das Replika von Blainc. Die Karte ihrer Welt, in der die Hügel, Täler und Berge mit echten Felsen und die Gewässer mit kleinen Pfützen nachgestellt waren. Die Martals hatten diese Karte angefertigt, als sich ihre Gemeinschaft gegründet hatte. Sie hatten es so echt dargestellt, dass er fast erwartete, sich selbst darauf entlanglaufen zu sehen!

Nachdenklich strich er über den Hügel, der seine einstige Heimat darstellte. Jener, an dem sich der erste Bannkreispunkt befand. Obwohl er außerhalb ihrer Stadt lag, so verlief das Replika dahinter noch weiter. Genauso weit, wie der Bannkreis ursprünglich reichte.

Ehe er geschrumpft war.

Weiterlesen

B: Das Wetterleuchten

Sie starrte auf das Licht, das durch den Türspalt in ihr Zimmer fiel. Ein dünner Streifen, der nur gelegentlich von dem Schatten ihres Vaters unterbrochen wurde, wenn dieser sich streckte.

Sie hatte gehört, wie er sich einen Stuhl herangezogen hatte. Sie wusste, dass er wieder vor ihrer Tür saß. Dass er diesen Baseballschläger umklammert hielt. Dass er bis zum Morgen ausharren würde.

Das Warum war ihr ein Rätsel. Sie spürte seine Sorgen, seinen Kummer, seine Angst. Aber sie verstand nicht, woher diese Gefühle kamen und warum er plötzlich so überfürsorglich geworden war. Ihre Mama war nicht so aufdringlich. Ganz im Gegenteil! Sie schien sogar immer weniger Zeit für Liane zu haben. Hatte sie etwa Angst … vor ihr?

Nachdenklich malte ihr Zeigefinger auf dem Bettlaken herum. Sie spürte, wie er schon wieder diesen vertrauten Bewegungen folgte. Wie sie einen Stern nachzeichnete. Gedanklich zählte sie die Striche mit, die sie für jeden Himmelskörper brauchte.

Eins. Zwei. Drei. Vier … Dreizehn.

Weiterlesen