Märchenstunde: Der Fluch eines Namens I

Pan betrachtete, wie sich seine Sklaven durch die Mittagssonne quälten. Er hatte sie sich eigentlich nicht zu eigen machen wollen. Es war einfach in der Hitze des Gefechts passiert. Doch nun? Nachdem er diese Kreaturen befragt und die Welt der Menschen zu verstehen glaubte?

Er hasste ihre Gattung!

Angewidert wandte er sich von den schuftenden Bauern ab. Er trat wieder ins Haus. Ein Haus, das er kaum benötigte. Das er so jedoch den anderen Bauern verwehrte. Das er ihnen immerzu verwehren würde!

Es war ein Teil ihre Strafe.      

                               

Weiterlesen

Wer weiß es (besser)?

Jeder will es besser wissen.
Jeder ist ja so gerissen.
Ratschläge vermehren sich
Ungefragt.
Sie werden stets unerwünscht
Gesagt.

Worte über Worte …
Jeder mischt sich ein.
Worte über Worte
Wollen die richtigen sein.

Dabei ist das Thema irrelevant.
Es wird auch gern mal verkannt.
Lieber wird Gehorsam verlangt:

Setzt nur dieses um!
Jenes ist ja viel zu dumm!
Macht keinen Finger dafür krumm!

Worum es auch geht:
Alles wird verschmäht,
Alles wird verdreht
Und irgendetwas fehlt
Immerzu.

Immerzu.
Sie geben keine Ruh‘.
Die Tür geht nicht mehr zu,

Denn immer steckt ein Fuß drin.
Mit erhobenen Kinn
Erwarten sie Gewinn
Verkennen den Sinn.

Meinungen übernehmen Fakten.
Sie legen Wahrheiten zu den Akten.
Ein jeder sieht nur seine Welt.
Alles darum – entfällt!

Der Blinde sieht die Farben nicht.
Der Taube hört die Töne nicht.

Und diese Quasselstrippe …
Kennt nur seine Schritte.
Sieht nur seine Schritte.
Hört nur seine Schritte.

Ist sie nun blind und taub zugleich?
Ein gar trauriger Streich.

B: Der Kuchen

„Okay. Planänderung“, bemerkte eine von Lianes neuen Mitschülerinnen, „Ms. Lebeau mag keine Rosen. Also ist der Kuchen hinfällig.“

Irritiert blickte Liane zwischen den anderen Schülern umher. Sie hatte keine Ahnung, wovon die Rede war und wenngleich sie recht nett begrüßt wurde, so scheute sie sich noch davor, Fragen zu stellen.

„Wie wäre es mit Pralinen? Die von ChoNotte?“, fragte der Junge, der an der Tür aufpasste, ob irgendwer kam.

„Die sind alle mit Alkohol. Das ist ein riesiges Tabu“, erklärte das Mädchen von vorne wieder.

„Und ein Gutschein? Für einen schönen Wellnesstag?“

„Noch einfallsloser geht es nicht.“

„Wie wäre es mit einem verzierten Füller?“

„Erinnert nur an die Arbeit.“

„Und ein neues Auto?“

Weiterlesen