B: Der alte Babybruder

„Bist du dir wirklich sicher?“, fragte Oliver leise. 

Liane nickte. Sie hatte sich noch nie so sicher bei etwas gefühlt. Und vor allem aufgeregt! Vielleicht war es doch ganz gut gewesen, dass Olivers Vater sie gefahren hatte. Ihre Gedanken waren immer noch so wirr, dass sie kaum klar denken konnte. Wie hätte sie ihre Umstiege mit dem Bus einhalten sollen? Wie sich nicht verlaufen? Denn immerzu hatten sich die Artikel über die Bachfamilie in ihre Gedanken geschlichen. Sie hatten vergessene Bilder in ihrem Kopf zum Leben erweckt. Bilder, die sich realer anfühlten als ihr Freund Oliver, der die ganze Zeit an ihrer Seite blieb und ihre Hand hielt.

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B: Chem Waks erster Hinweis

Chem Wak starrte auf die Nachricht von Mr. Brume. Es kam ihm verkehrt vor, dass er Liliths Nachforschungen nicht erahnt hatte. Oder beeinflussten sie die Zukunft nicht? Wäre es egal, ob sie diesen Teil der Wahrheit erfuhr? Es war immerhin nur ein winziges Fragment. Kaum der Rede wert.

Oder vielleicht doch?

Erneut las er die zwei Zeilen auf seinem Handy. Zwei Zeilen aus dem einzigen Chatgespräch, das er je geführt hatte. Alles andere ließ er lieber über seinen Fahrer abwickeln. Oder per Telefonat. Das war direkter. Und er musste sich nicht um mögliche Rechtschreibfehler sorgen.

Ich bin mit Liane auf dem Weg zu Lucas Bach. Sie glaubt, den Mann zu kennen. Ich passe auf sie auf.

Dass er auf sie aufpasste, bezweifelte Chem Wak nicht. Dass sie diesen Lucas Bach erkennen würde, war auch nicht ausgeschlossen. Doch darüber hinaus?

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B: Hilfesuche

Das erste Steinchen prallte gegen den Fensterrahmen. Das zweite traf allerdings die Glasscheibe. Ehe sie das dritte werfen konnte, tauchte Olivers verschlafene Gestalt dahinter auf.

Erleichtert wank Liane ihrem Freund zu. Sie deutete zur Haustür. Dann eilte sie auch schon um das Haus herum und wartete ungeduldig darauf, dass er ihr öffnete.

„Es ist noch nicht mal um fünf“, murmelte Oliver, als er ihr öffnete.

„Ich weiß. Es ist wichtig. Und- Entschuldige für die Steinchen. Ich bin vorhin ohne Handy los. Ist ziemlich verrückt und- Ich brauche deine Hilfe“, sie fühlte sich atemlos an.

Atemlos, aber entschlossen.

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M: Von Verrätern bedrängt

„Das ist alles, was ich im Stadtarchiv zu den Tunneln finden konnte“, erklärte sie Mom Mona bei der Übergabe, „Den Rest hält die Stadtverwaltung unter Verschluss.“

„Hm, das ist mehr als erwartet. Du bist ein Schatz, Cherry“, murmelte die Frau, als sie die Papiere durchging, „Ich lasse Georgie die Zugänge am Hafen morgen nochmal prüfen. Gemma will, dass die Übergabe am Mittag so reibungslos wie möglich abläuft.“

„Übervorsichtig wie eh und je“, Lisa zuckte mit den Schultern. Sie war fertig mit ihrem Teil. Damit sollte sie bis Mittwoch Ruhe haben. Wenn nichts dazwischen kam, weil wieder neue Lacks vermutet werden würden.

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B: Familie Bach

Lilith, schallte es durch ihren Traum, Lilith!

Es war wie ein vergangenes Echo. Eine weit entfernte Erinnerung. Genauso wie die Bilder, die sie von den seltsamen Kreaturen angefertigt hatte. Von diesem Teufel. Diesem Kind. Diesen … Freunden?

Lilith, ich brauche di-

Abrupt setzte Liane sich auf. Sie schwitzte. Schemen verschoben sich vor ihrem inneren Auge. Geschöpfe, die so fremdartig und dennoch so vertraut wirkten. Sie fühlte sich wie in einem Science Fiction Film. Nur …

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