M: Blühende Hoffnung

„Was machst du da?“

Überrascht sah Sophie zu ihrem jüngeren Bruder auf. Sie hatte nicht erwartet, dass er zu ihr in den Garten kommen würde. Nicht zu dieser Jahreszeit, wo es noch so bitterkalt draußen war. In der Stube warteten immerhin der laufende Fernseher und ein paar Schokoladenkekse auf ihren Tyler!

Und in einem anderen Leben würde sie sich vielleicht dazugesellen …

„Ich pflanze ein paar Blumen. Damit es im Sommer schön aussieht“, erklärte sie ihm und stieß die Schaufel wieder in den Boden, um ein weiteres Loch in den Boden zu stechen.

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M: Das ist nicht fair!

„Du hast dich besser zu benehmen, Sophie!“

Erschrocken zuckte das Mädchen zusammen. Zu selten hob ihre Mom die Stimme. Und noch viel seltener erhob sie die Stimme ihr oder Marie gegenüber. Aber seit einer Weile schien ihre Mutter extrem missmutig auf ihre älteste Tochter zu sein. Und diese konnte einfach nicht verstehen, woran es lag!

„Das ist nicht fair … Marie und ich … Wir haben beide-“

„Zieh nicht deine Schwester mit rein!“, donnerte ihre Stimme wie ein Gewitter, „Wer von euch hat das Babyphone runtergeworfen?!“

„Es war ein Versehen!“, rief Sophie verzweifelt aus – sie spürte, wie Tränen aus ihr ausbrechen wollten, „Wir haben doch nur Ball spielen wollen! Marie hat geworfen und ich habe ihn nicht gefangen und dann ist er gegen Dads Tasche. Die hat das Babyphone runtergeworfen. Nicht wir! Wir haben nur-“

Sie brach ab. Plötzlich sah sie zur Seite. Ihre Sicht war weiß. Krisselig. Ihre rechte Wange glühte. Ein Pochen hallte in ihren Ohren wider. Ein stetiges Pochen, das alle anderen Geräusche verdrängte, bis-

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M: Prolog – Daseinsberechtigung I

Lydia starrte auf die ängstlichen Augen vor ihr. Sie betrachtete die geweiteten Pupillen. Das verzerrte Gesicht drum herum, dessen Mund versuchte, irgendwelche Töne auszustoßen. Nur würde der Knebel nicht nachgeben.

Dumpf stöhnte der Mann vor ihr auf. Wie ein Schwein, hatte ihr Vater lachend gemeint. Wie ein fiependes, dummes Schwein, das sein Ende kommen sah. Eine Abscheulichkeit, die er sie gelehrt hatte, zu vernichten.

Wenn die Zeit gekommen war.

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Getaway: Brief

Am 10. Mai 2020 wird Merichaven: Getaway erscheinen und die Handlung von Kidnapped zum größten Teil abschließen.

Passend dazu präsentiere ich Euch hier den nächsten Brief, der die Inhaltsangabe für das Buch ersetzen wird.

© Medra Yawa

Die Transkription wird sich erneut mit im Buch befinden. Ansonsten möchte ich Euch noch kurz an die Lesung zu Merichaven: Getaway am 09. Mai über den Discordserver, Der Fluss der Fantasie, erinnern. Vielleicht habt ihr ja Zeit, reinzuhören C:

Oh, je. Ich hoffe, dass ihr bereits so aufgeregt seid, wie ich es bin! Mein Flummimodus ist schon seit Tagen aktiviert! CX

Viel Spaß beim Lesen C:

Beste Grüße
Medra

PS: Ich freue mich über jede Rezension CCC:

Akte: Trigger Finger

In etwa zwei Wochen soll Merichaven: Getaway seinen Weg in die Bücherregale finden. Dann sollten bis dahin doch auch alle Akten hochgeladen worden sein, oder?

Nun denn. Lernt Trigger Fingers Akte kennen. Sie offenbart leider nicht sonderlich viel, solange man nicht zwischen den Zeilen liest. Aber die Hinweise, die sich rauslesen lassen, könnten die Geschichte bald nochmal in ein anderes Licht rücken C:

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