M: Schutzbefohlen

Radius beobachtete, wie Lisa ihren viel zu kleinen Jungen mit den Armen schaukelte. Lucas war so mickrig. So verletzlich! Sie konnte es immer noch nicht wahrhaben, dass sie der erste Mensch gewesen war, der seinen viel zu winzigen Körper berührt hatte. Dass er wegen ihr lebte.

Sonst nahm sie doch nur Leben.

„Er ist so klein“, flüsterte sie erneut.

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M: Ab in die Kleinstadt

Jane Strom betrat das erste ihrer zwei neuen Häuser vorsichtig. Sie hatte beide aus Centy heraus erstanden. Ohne sie zu besichtigen. Ohne Danni diese Aufgabe zu übertragen. Oder Mrs. Kleid. Das war am sichersten gewesen. Ohne die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erregen.

„Hier … wohnen wir jetzt?“, erkundigte sich ihr Mann.

„Ja und nein“, sie wandte sich Mrs. Kleid zu, die Janes verschlafene Zwillinge in ihren Armen trug, „Für dich habe ich ein zweites Haus gekauft. Eine Straße weiter. Ich weiß ja, dass du auch mal deine Ruhe magst.“

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M: Der erste Myles III

Radius schluckte ihren Frust herunter, als sie sich der Halle näherte. In einer fließenden Bewegung schlüpfte sie aus den Ärmeln ihrer Jacke und band sie sich um die Hüfte. Gleich würde ihr schon warm werden. Und sie hatte keine Lust, dass der Stoff wieder an ihrer Haut klebte …

Mit festen Schlägen klopfte sie gegen die Tür. Sie wartete, bis Schritte auf der anderen Seite ertönten. Bis diese stoppten. Bis Schlüssel ratterten.

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Timothy – Der Schatten der Wahrheit

Es dauerte mehrere Stunden, ehe Maria sich von Julie verabschiedete. Viel zu lange wollte sie bei ihrer Freundin ausharren und sich um diese kümmern. Dennoch stand Julie sofort aus ihrem Bett auf, sobald ihre Freundin sie endlich verließ.

Erschrocken wirbelte ich um Julie herum. Auch ich war der Meinung, dass sie sich ausruhen sollte! Ich wusste nicht, ob ich sie verletzt hatte. Immerhin war es das erste Mal gewesen, dass ich in einem anderen Menschen gesteckt hatte.

Dass ich für diesen gesprochen hatte …

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M: Falsche Anschuldigungen

Marie war sieben Jahre alt, als sie zum ersten Mal Geld aus der Börse ihrer Mutter stahl. Es kam einfach so über sie. Sie hatte Eis mit Diana essen gehen wollen und nicht mehr genug Taschengeld gehabt. Also hatte sie sich einfach ein paar Scheine von ihrer Mutter genommen. Das restliche Geld hatte sie für neuen Nagellack ausgegeben. Weil er ihrer Freundin so gefiel. Sie hatten die Flaschen untereinander aufgeteilt. Und am nächsten Tag wollten sie ihre Kunstwerke miteinander vergleichen.

Es war ein wunderbarer Ausflug gewesen! Marie hatte nicht einmal ein schlechtes Gewissen gehabt. Sie hatte wirklich nicht bemerkt, dass sie etwas falsch gemacht hatte. Erst als Sophie von ihrer Mom des Diebstahls bezichtigt wurde, fiel ihr auf, dass sie ihre Mutter ja gar nicht gefragt hatte. Dass sie sich einfach bedient hatte. Dass nun ihre Schwester den Ärger abbekam …

Und es fühlte sich gut an.

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