Timothy – Julies großer Tag

Es dauerte zwei Tage, bis Maria sich wieder blicken ließ. Sie setzte eine freundliche Maske auf. Entschuldigte sich bei Alexander, weil sie von einem Vogel gehört habe, der sein Zimmer verwüstet hätte. Erklärte, dass es ihr leidtäte und dass sie hoffte, ihm würde es an nichts fehlen.

Beeindruckt lehnte ich mich zurück, während sie die Hochzeitsplanung mit den beiden Männern besprach. Sie erklärte, dass sie Julies und Bernhards Liebe für märchenhaft hielt und die beiden deswegen vor ihr und Alexander heiraten sollten. Nichts würde sie glücklicher stimmen, als eine kleine Hochzeit vor ihrer eigenen. Einer, in der sie ihre beste Freundin lächeln sehen könne.

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Timothy – Die Farben des Verrats

Erst als wir am Abend in ihrem Zimmer beisammen saßen, schwebte ich erneut in Julie hinein, um so meine neusten Erinnerungen mit ihr zu teilen. Die Briefe, die Alexander diesmal bekommen hatte. Jene, die er nachmittags geschrieben hatte, während Julie mit Maria Tee trank. Die Dienstbotengänge, die von Tag zu Tag leerer erschienen.

Marias Vater entließ wahrscheinlich bereits die ersten Angestellten, damit der spätere Austausch der Bediensteten leichter von statten gehen würde. Damit keiner mehr Elisabeth erkannte. Damit seine Tochter die neue Lady des Hauses werden könnte …

Kranker Mistkerl.

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Timothy – Heiratsbedingungen

Die Verlobung wurde zwei Wochen später bekannt gegeben. Und wie Elisabeth vorhergesagt hatte, wandte sich Alexander damit auch an Julie und betonte ihre immerwährende Unterstützung für Julie. Er äußerte, dass er so jemanden für seinen jüngeren Bruder bräuchte. Für diesen aufmüpfigen Chaoten, der ein Herz aus Gold hätte. Dass er und Maria sich daher freuen würden, wenn Julie ein Teil ihrer Familie werden würde.

Genauer gesagt: Bernhards Frau.

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Timothy – Geplante Ehe

„Alexander ist wunderbar!“, schwärmte Maria uns vor, „Er ist aufmerksam, höflich und schau mal! Heute früh hat er mir extra diese Blumen gepflückt!“

Ich lauschte Julies Zustimmung, während ich selbst nur auflachen wollte. Die besagten Blumen waren immerhin von einem der Bediensteten gekommen. Dieser Alexander hatte den erstbesten Bediensteten ausgesandt, um sie zu besorgen.

Dennoch nahm ich es hin. Alexander war Julies Ticket aus diesem verfluchten Anwesen. Und sobald Julie abreisen würde, würde Marias Vater für Timmys Tod bezahlen!

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Timothy – Versehentliche Übernahme

Alexander kam nur vier Tage später im Hof an. Er war mit dem Pferd bis kurz vor das Tor geritten. Den restlichen Weg hatte er jedoch zu Fuß beschritten. In Andenken an die verunglückte Elisabeth, wie er vor Maria und deren Vater kundtat.

Denn erstmalig hatte der Mann wieder die Gegenwart seiner Tochter geduldet.

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