M: Von Verrätern bedrängt

„Das ist alles, was ich im Stadtarchiv zu den Tunneln finden konnte“, erklärte sie Mom Mona bei der Übergabe, „Den Rest hält die Stadtverwaltung unter Verschluss.“

„Hm, das ist mehr als erwartet. Du bist ein Schatz, Cherry“, murmelte die Frau, als sie die Papiere durchging, „Ich lasse Georgie die Zugänge am Hafen morgen nochmal prüfen. Gemma will, dass die Übergabe am Mittag so reibungslos wie möglich abläuft.“

„Übervorsichtig wie eh und je“, Lisa zuckte mit den Schultern. Sie war fertig mit ihrem Teil. Damit sollte sie bis Mittwoch Ruhe haben. Wenn nichts dazwischen kam, weil wieder neue Lacks vermutet werden würden.

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M: Die fremde Frau

Lucas ging zügig durch die weiten Flure. Bloß nicht rennen. Sein Vater hatte darauf bestanden, dass er ruhiger lief. Wenn er es nicht tat, wie sollte sich sonst sein jüngerer Bruder etwas Ruhe angewöhnen? Matt platzte ja förmlich vor Energie!

Erst vor der Küchentür hielt Lucas inne. Er lauschte, ob das gewohnte Klackern erklang, ehe er einen Blick hinein riskierte. Nur war der Raum leer.

Nachdenklich schaute er sich um. Eigentlich hätte seine Mutter hier sein müssen. Sie zog sich immer hierhin zurück, wenn sie etwas für die Zeitung schreiben sollte. So konnte sie sich leichter mit einem Keks motivieren.

Heute jedoch nicht.

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