„Von hier aus muss ich wieder zurück. Tut mir leid, Junge“, murrte der Fahrer des LKWs.
„Schon gut. Ich komme schon klar“, entgegnete Johnny mit einem geübten Lächeln.
„Huh“, der Mann schüttelte jedoch den Kopf, „Wenn du meinst.“
Johnny ging nicht weiter auf den Fahrer ein. Er war nützlich gewesen, um ungesehen von den Straßen vor Merichaven zu verschwinden. Um keine direkten Spuren zu hinterlassen. Um von Niklas‘ Radar zu verschwinden …
Genießend in der warmen Brise, Sitze ich auf einer grünen Wiese. Über mir aber nicht nur grün. Nein, grün, weiß und pink – Seht nur flink! Seht ihr es blüh’n?
Der Wind umspielt, Die Blüten so lieb, Er säuselt und zieht, Er ist ein Dieb!
Ein Dieb, der die Farben verweht, Der sie als Regen hinabfegt! Ein Regen aus Schönheit, Ein Regen der Sanftheit. Ein Regen der Verlogenheit?
Blütenblätter, Blumen, Knospen – Einst sind sie an Ästen gesprossen, Nun am Boden ergossen Oder eher vergossen?
Der Dieb gibt sich herzlich. Der Dieb gibt sich lieblich. Doch ändert er sich?
Er tanzt durch die Blätter, Verzaubert das Wetter, Spielt Lieder über das Leben, Predigt das Geben. Ich hör ihn nur reden!
Ich blicke mich um, Verzweifle stumm.
Um uns ist ein Meer aus purer Schönheit. Um uns ist eine Spur Vergänglichkeit. Um uns sind diese sanften Farben. Die just hier starben.
Überrascht sah Sophie zu ihrem jüngeren Bruder auf. Sie hatte nicht erwartet, dass er zu ihr in den Garten kommen würde. Nicht zu dieser Jahreszeit, wo es noch so bitterkalt draußen war. In der Stube warteten immerhin der laufende Fernseher und ein paar Schokoladenkekse auf ihren Tyler!
Und in einem anderen Leben würde sie sich vielleicht dazugesellen …
„Ich pflanze ein paar Blumen. Damit es im Sommer schön aussieht“, erklärte sie ihm und stieß die Schaufel wieder in den Boden, um ein weiteres Loch in den Boden zu stechen.