Minki, die kleine Zweibeinerin und das Netz

(Nach sehr vielen wahren Geschichten.)

Es hatte nicht lange gedauert, bis das größere Wesen zu einer kleinen Zweibeinerin heranwuchs. Es tapste zwar immer noch ein wenig schwankend umher und verschüttete ständig irgendwelche Flüssigkeiten, aber es verwöhnte Minki regelmäßig mit einer Vielzahl an Leckerlies.

Und letzteres erfreute den Kater mehr, als er sich anmerken ließ.

Sobald sie sein Reich betrat, präsentierte er sich stets aus sicherer Entfernung. Er wusste, dass diese kleine Zweibeinerin ihn dann streicheln wollte. Und er wusste, dass sie dafür nach Leckerlies für ihn bitten würde. Es war ein einstudiertes Spiel, mit dem er sich die köstlichen Krümel hart verdiente.

Umso mehr irritierte es ihn, als sie kam … und nicht einmal in Minkis Richtung blickte!

Nein! Stattdessen plapperte sie wild vor sich rum. Malte große Bögen in die Luft. Jaulte. Quengelte!

Bis Minkis Retter nachgab.

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Der Ringelingering

Der Ringelingering
Ist ein runder Ring,
Ein gar verrücktes Ding!

Er saß einst auf einem Gipfel,
Auf des Berges Zipfel, 
Was für ein Gewitzel!

Denn das fand er öde,
Das fand er trist,
Da es immer dasselbe ist.

Also dachte sich der Ringelingering,
Dieser viel zu runde Ring:
„Ich mach‘ nun ein verrücktes Ding!“

So rollte er hinab.
Hinab, hinab!
Im satten Trab!

Er rollte hinab ins Tal,
Das sah gut aus – allemal! 
Das war eine gar lustige Wahl.

Denn er sauste so schnell,
Er sauste so viel!
Was für ein himmlisches Spiel!

Er rollte hinab.
Hinab, hinab!
Im satten Trab!

Bis er stoppte im Tal.

Denn im Tal verendete
Das steile Gelände.
Das Tal war eben.
Ohne rollendes Streben.

Missmutig blickte der Ringelingering,
Dieses traurige Ding, 
Zurück.
Ach, wie vermisste er dieses Glück!
Dieses berauschende Rennen …
Er wollte sich nicht vom Spaß trennen!

Also kletterte der Ringelingeling,
Dieses mutige, kleine Ding,
Wieder hinauf.

Hinauf, Hinauf zum Gipfel.
Zu diesem hohen Zipfel.
Zu seinem einstigen Gewitzel!

Um erneut hinab zu rollen
Und ewig umher zu tollen!

Das heutige Gedicht ist eigentlich eine spontane Gute-Nacht-Geschichte für meine Kinder gewesen. Jedoch wollte ich Euch die Albernheit nicht vorenthalten C;

Medra