Wahrer Wind

Der Wind kennt keinen Halt,
Wenn er durch uns‘re Welt schallt.
Ja, mal muss er sich verbiegen,
In falsche Richtungen gar fliegen.
Er muss tanzen und sich strecken,
Gelangt trotzdem in entlegenste Ecken!

Denn der Wind ist frei –
Frei zu träumen,
Frei von Zäunen
Frei von jeder Streiterei.

Im Wind singen die Wünsche.
Sie sind dort wahre Trümpfe.
Sie entgehen jedem Nein,
Singen in die Welt hinein!

Mal sind sie sanft und zart.
Mal stürmisch und hart.
Mal verherrlichen sie das Glück.
Und mal fordern sie ihre Liebe zurück.

Die Winde sind frei.
Die Träume sind frei.
Die Zukunft ist frei?

Dennoch sollen wir unsere Richtung lenken?
Ohne den morgigen Tag zu zerdenken?
Unsere Hindernisse können nur bedingt nützen!
Wir müssen uns aufs Unbekannte stützen.

Missverständnisse

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Doch war es wirklich angemessen?
War es nicht etwas vermessen?
Sollten Vögel nicht lieber Körner essen?
Oder wurde das gänzlich vergessen?

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Die Falschmeldung sticht.
Dabei ist es reine Pflicht,
Wenn es diesmal nicht
Echtem Geld entspricht.

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.

Geht es um Futter und Vogel?
Um Falschheit und Mogel?
Ist das Gericht köstlich?
Oder einzig rechtlich?

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht …

Doch wie geht es weiter?
Macht es breiter!
Treibt die Story an,
Damit wir sagen fortan:

Die Ente hat die Blüte gefressen.
Es gab kein besseres Gericht.
Die Blüten steckten im Futter.
Versteckt sieht man sie nicht …

Denn manche Geschichten werden
Selbst in ihren hellsten Särgen
Keinen Lichtschein empfangen-
Sie sind zu verhangen,
Zu verfangen,
Zu entgangen.

So macht das Futter,
Die Eindeutigkeit kaputter.

Seelenverwandte

Mein Herz schlägt für jemand anderen.
Ich weiß nicht für wen.

Mein Herz schlägt für jemand anderen.
Ich habe ihn noch nie gesehen.

Ich spüre nur die Verbindung – hinfort.
Ich spüre nur das Ziehen – zum anderen Ort.

Habe ich daher jede Beziehung erstickt?
Weil ich wusste: Das bist du nicht?
So war nach dem ersten Kuss
Stets Schluss.

Dabei weiß ich nicht mal, wer du bist!
Nur, dass mein Herz dich vermisst.
Nur, dass mein Herz für dich schlägt.
Nur, dass es das Warten kaum erträgt …

Bist du groß? Bist du klein?
Alt? Jung? Wirklich mein?
Mein Herz sagt, wir gehören zusammen.
Nur so könne uns‘re Liebe aufflammen.

Es ist sich so sicher …

Mein Herz schlägt für jemand anderen.
Ich habe ihn noch nicht gefunden.

Mein Herz schlägt für jemand anderen.
Ich bin an ihn gebunden.

Doch wie weiß ich sicher,
Wie mache ich mir gewahr,
Dass er nicht schon bei mir war?

Ratatabum!

Ratatarum! Ratatabum!
Ein jeder schaut sich um.
Ratatarum! Ratatabum!
Danach ist’s kurz stumm.

Eben war der Himmel noch klar.
Nicht eine Wolke sah ich gar.
Strahlendes Blau, für viele wunderbar,
Ohne das Drohen einer Regengefahr.

Ratatarum! Ratatabum!
Schallt’s wieder herum.

Der Himmel verdüstert sich.
Er verschluckt sein Licht.
Und der Horizont widerspricht
Dem gestrigen Wetterbericht.

Ratatarum! Ratatabum!
Es gewinnt an Schwung.

Die Tropfen prasseln nieder.
Sie singen ihre Lieder.
Dazwischen echot wieder
Das Ratatabum wider.

Ratatarum! Ratatabum!
Ratata-zisch und BUM!

Wie Trommeln dröhnen sie.
Wie Geister heulen sie.
Wie Flüsse weinen sie.
Die Wolkenmelodie.

Ratatarum!
Spring ich durchs Nass.
Ratatabum!
Das ist mein größter Spaß!

So genieße ich jedes Gewitter.
So ignoriere ich jedes Gezitter.
So tanze ich zum Trommelklang.
So tanze ich seit es begann.

„Ratatarum! Ratatabum!“,
Singe ich laut herum,
„Ratatarum! Ratatabum!“
Bevor es wird stumm.

Die Hitze des Sonnenscheins

„Komme endlich raus!“,
Werde ich angebrüllt,
„Tret‘ in den Sonnenschmaus.
Sei nicht so vermüllt!“

Prompt ist die Tür wieder zu
Und ich habe kurz meine Ruh.
Kommen werde ich jedoch nicht,
Denn ich hasse jeden Sonnenstich.

Zikaden und Meer.
Der warme Flair.
Die sengende Hitze –
Wie ich schon schwitze!
Dazu noch das Zeckengetier
– Kleinster Vampir! –
Mit Mücken zuhauf.
Da pfeif‘ ich drauf!

Ich seh‘ mich um.
Gut. Ein Teller steht rum.
Ein Glas daneben.
Mehr „Müll“ mag es nicht geben.
Alles andere ist sauber und rein.
Halt nur ohne Sonnenschein.
Ohne dieses grelle Licht.
Der Vorhang tut halt seine Pflicht.

Ich wäge meine Optionen ab.
Die Diskussionen habe ich schon lange satt.
Jede schaufelt ein zu frühes Grab …

Also setz‘ ich die Kopfhörer auf.
Ich hoffe, ich fliege damit nicht auf
Und niemand fordert mich erneut auf.

Denn die Hitze des Sonnenscheins
Ist definitiv nicht meins.