Neues und altes Lernen

Für Zukunft, Träume — nicht zur Zier
Lernt man drei Stunden oder vier.
Man paukt, man kämpft die ganze Nacht,
Bleibt wach bis lange nach halb acht.
Alles für die große Sehnsucht.
Alles für des Wunsches Zuflucht.

Da kommt es von oben geflogen,
Man möge auf die Weisen hören.
Sie hätten alle aufgezogen,
Da dürfte man sich nicht empören.

Also wird es mit Fragen versucht
Also wird das Gespräch gesucht
Also wird Hilfe ersucht:

Meinungen und Fakten
Vorlieben und Macken
Hören die Weisen nur Attacken?

„So war es halt schon immer!“
„So soll es weiter sein!“
„Mein Bauchgefühl täuscht nimmer!“
„Sage mir niemals nein!“

Wendet man das Lehrbuch an,
Fragen Weise, was man kann.
Setzt man deren Worte um,
Schnappt die Falle zu mit Wumps!

So wäre es nie gewesen.
Der Weise ist zu belesen.
Gewiss verwechsle man da was,
Gewiss war es ja nur ein Spaß!

Das Lehrbuch vorwurfsvoll blickt.
Es wirkt im Herzen geknickt.
Es hat die Sonne nie gesehen,
Kann Einbildung nicht als Bildung verstehen…

M: Ein eigenwilliger Fund II

Johnny wartete einige Minuten im Verborgenen. Erst danach ging er in die Richtung des Hauses zurück. Er hielt sich dabei an die Straße. Blieb immer direkt neben dem Sandweg: Weit genug weg, um seine Umgebung zu überblicken, allerdings auch nah genug am Wald, um notfalls darin abzutauchen. Als er das Gebäude wieder mustern konnte, hielt er inne. Er beäugte die Fenster nachdenklich. Dann den kleinen Garten und die Treppe, die zum Haus führte.

Zu diesem Waisenhaus

Als er sich sicher war, dass niemand ihn beobachtete, lief er zügig auf das Haus zu. Trotz aller Vorsicht fühlte er sich dabei beobachtet. Also achtete er darauf, sich normal zu geben. Als würde er hier wohnen. Als wäre er jeden Tag hier.

Dennoch ließ dieses unbehagliche Gefühl nicht von ihm ab.

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