Märchenstunde: Die Königin der Miraculas I

Nia schritt durch die Hallen des Schlosses, das sie seit drei Jahren ihr Heim nannte. Seitdem sie den neuen Königin ehelichen musste, um ihrem Zirkel Frieden schenken zu können. Ihr Bauch war wieder gewachsen. Ein Zeichen für das baldige Kind, das sie dem Reich schenken würde. Eines, das diesmal ein Mädchen werden musste. Eines, von dem sie noch nicht wusste, ob es ein Mädchen werden würde!

Denn die beiden Jungs, die sie die letzten Male auf die Welt gebracht hatte, würden nicht die Magie der Miraculas erben …

„Ihr sollt Euch ausruhen. Der König-“

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Märchenstunde: Die Eier der weißen Schlange III

Die zweite Miracula erschien binnen einer Stunde. Sie trat auf die Lichtung. Erkundigte sich nach der anderen Miracula. Ein junges Mädchen, das immer noch schlief. Das sich jedoch durch ihre Anwesenheit langsam regte.

„Sol. Was ist los?“, fragte die ältere Miracula fordernd.

So fordernd, wie der versteckte Scute es niemals wagen würde, mit der weißen Schlange zu sprechen. Perplex betrachtete er das Schauspiel aus dem Schatten. Der Rabe, der nur gutmütig lachte. Diese ältere Frau, die ihre Hände in die Hüften stemmte. Die auf den Raben herabblickte.

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Märchenstunde: Die Eier der weißen Schlange II

Scute verließ das Dorf inmitten der Dunkelheit. So gefiel es ihm am besten. So musste er die wenigsten Fragen beantworten und musste sich fast nie mit den Einheimischen streiten, um einen ruhigen Schlafplatz zu ergattern. Auch die Dunkelheit machte ihn kaum zu schaffen. Die weiße Schlange lenkte eh seine Schritte, wenn sie von ihrem Ziel überzeugt war.

Und das derzeitige Ziel war ihr wichtiger als alles andere.

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Märchenstunde: Die Eier der weißen Schlange I

Es war früher Nachmittag, als Scute die Dorfgrenze überschritt. Dabei hielt er sein Haupt erhoben. Die Kapuze ruhte gut sichtbar auf seinem Rücken. Seine Schritte richtete er entschlossen vorwärts. Entschlossen, obwohl er eigentlich gar nicht wusste, warum er sich für den Auftrag der weißen Schlange unter die Menschen mischen sollte.

Er befolgte lediglich ihre Anweisungen.

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Märchenstunde: Der Biss der weißen Schlange III

Scute kehrte noch am selben Tag ins Dorf zurück. Diesmal brauchte er sich keine Sorgen um die Raubtiere des Dschungels zu machen. Alle machten ihm auf dem Rückweg Platz. Alle zeigten ihm Respekt.

Dank des Mals der weißen Schlange, das diese an seinem Handgelenk hinterlassen hatte.

Noch immer echoten ihre letzten Worte durch seinen Kopf. Mit diesem Biss gehörte er ihr. Er hatte ihr zu gehorchen. Er hatte all jene mit demselben Zeichen zu respektieren. Und er hatte sein Haupt vor ihnen zu beugen. Aber dafür stand er auch unter ihrem Schutz. Sie schenkte ihm ihr Wissen. Sie schenkte ihm ihre Gaben. Ihre Umsicht. Ihre Gedanken.

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