Wahre Hilfe

Ich sehe Dich:

Deine Fehler.
Deine Schmerzen.
Deine Falten.
Deine Stärken.

Ich höre Dich:

Deine Ängste.
Deine Schimpfe.
Deine Trauer.
Deine Wünsche.

Wenn Du mich brauchst,
Bin ich für Dich da.

Wenn Du mich brauchst,
Komme ich allemal.

Wenn Du mich brauchst,
Musst Du nur rufen.

Wenn Du mich brauchst,
Musst Du mich nie suchen.

Denn ich bin da.
Und bleibe geduldig.

Denn ich bin da.
Und Du bist mir nichts schuldig.

Keine Erklärung.
Keine Umarmung.
Keine Ehrung.
Kein – Nichts.

Denn ich bin für Dich da
Und ich warte –
Auf Dich.

Ob Du einen guten Ratschlag brauchst?
Ob Du jemanden zum Zuhören brauchst?
Ob Du meine Nähe brauchst?

Ich weiß es nicht,
Aber ich warte.

Denn Du siehst mich.
Und kennst die Karte.
Du kennst mein Menü
Und wie ich mich bemüh.

Du wählst die Hilfe,
Die Du brauchst.

Du wähltest die Hilfe,
Und ich lausch.

Timothy – Die Ernte …

Unruhe erfasste mich, als die große Tür hinter Jane zufiel. Ich wollte sie nicht aus den Augen lassen, aber ich musste mich auch sammeln. Ich musste meinen Zorn richtig lenken. Ich brauchte ihn!

Der Exorzist stapfte durch den Schnee an mir vorbei. Ich beobachtete, wie er sich kurz abklopfte, ehe er die Kirche betrat. Er wirkte so gefasst. So gelassen.

Ich musste ihn mir zu Nutze machen!

Entschlossen schwebte ich durch die Mauern und setzte mich auf das Podest. Genau hinter den Pfarrer. Wie geduldig der Mann doch auf die Dorfbewohner wartete. Als wollte er sein Publikum vollständig wissen.

Dennoch huschte sein Blick immer wieder zu Jane, die sich in der ersten Reihe niedergelassen hatte. Ich konnte Unsicherheit in seinem Blick erkennen. Warum? War er noch von meiner morgendlichen Anwesenheit verängstigt?

Erst als der Exorzist sich neben ihr niederließ, schien sich der Pfarrer zu beruhigen.

Vorerst.

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