K: Am Shanai II

„Ist … sie …“, hörte Tristen Steffen seine Mutter fragen.

Weiter kam sie nicht. Sie wagte es nicht den Tod auszusprechen. Das durfte sie nicht. Nicht als Floris. Aber als Mutter brauchte sie Gewissheit. Sie sorgte sich um ihre Tochter. Genauso, wie er sich um seine Schwester-

Sie lebt! Beeil dich endlich, Tristen! Sie lebt!

Die Worte ließen ihn erstarren. Wie sollte das möglich sein? Ihre Lippen … Sie waren so blau. So-

„Ich fürchte, ich kann nichts mehr tun“, entgegnete der Wassergeneral gepeinigt, „Ich bekomme das Wasser nicht-“

„Lügt nicht!“, schrie Tristen, als er die Starre überwand. Er sprang über das Loch – zu ungeduldig, um herum zu laufen. Für einen Moment gab der Boden unter ihm nach. Er glaubte, zu fallen!

Dann zog Julian ihn zu sich heran.

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Märchenstunde: Des Seefahrers Kinder II

Die erste Hälfte der Strecke erwies sich als so ereignislos, dass Liber sich vollkommen entspannte. Er blickte kaum noch zur Insel herüber, um nach den Boten seines Vaters Ausschau zu halten – Helmträger, die Fackeln entzündeten, sobald sie seine Segel ausmachten.

Sie würden Alarm schlagen, wenn er kenterte.

Mit frischem Mut gewappnet bedachte er das Gewässer vor sich. Er näherte sich dem Riff. Hier musste er eine Entscheidung fällen: Sollte er geradeaus weiter und das Risiko eingehen, sein Boot zu beschädigen? Oder sollte er lieber hinaus aufs Meer fahren und den längeren, aber sicheren Weg in Kauf nehmen? Eigentlich hatte er sich daheim für letzteren entschieden. Aber da alles so gut lief und sein Boot eh keinen großen Tiefgang hatte … Gewiss könnte er sich die Umfahrung sparen, oder?

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K: Zum Shanai II

Es war das erste Mal, dass Maggie sie so plötzlich überwältigte. Und wahrscheinlich würde es auch das letzte Mal sein.

Valerie konnte kaum mit ansehen, wie sich ihr Körper verkrampfte. Das Wasser zog sie nach unten. Die Strömung schob sie in die Finsternis. Der Shanai, dieser Heilwasserfluss – er zerrte sie in den Abgrund!

Panisch schlug ihr anderes Ich um sich. Sie war außer sich. Erschrocken. Ängstlich. Zu keinem klaren Gedanken fähig. Am liebsten wollte Valerie die Seele in den Arm nehmen, ihr gut zureden. Doch wurde sie immer müder. Die Winde fehlten ihr. Die Luft-

HI- HILFE!, war das einzig Vernünftige, das Maggie durch ihre Gedanken schreien konnte.

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Veröffentlichung: Die Zuflucht im Leuchtturm

Und da ich mich auch gar nicht (Sarkasmus) vor dem Lernen meiner (hoffentlich!!!) letzten Klausur drücke, habe ich ein Buch für den Young Storyteller Award 2023 hochgeladen. Tada!

© David Boca

Hierbei handelt es sich um eine Veröffentlichung der Mottengedichte, die vor dem Meer in den Leuchtturm flieht. Ich musste sie für die Veröffentlichung zusammenführen/kürzen, um den Richtlinien der Ausschreibung gerecht zu werden. Dennoch blieb der Kern beständig.

Genauso wie der Abschied, mit dem die Motte sich der Realität stellen muss.

Nun gut: Ihr könnt das Buch wie gewohnt über Amazon oder die Autorenwelt beziehen. Vielleicht werde ich auch ein Buchtrailer dazu erstellen. Seitdem Twitter dieses komische X hat, war ich nicht mehr auf der Seite und überlege noch, mich stattdessen mehr auf Instagram/YouTube zu zeigen. Mal schauen.

Medra

M: Kraftlos

Diana zog sich wie ein Roboter an. Ruckartig. Still. Ohne Nachzudenken. Wenn sie die Gedanken zuließe, würden auch die Gefühle kommen. Und dann würden die Tränen sie wieder überwältigen.

Dabei hatte sie schon so viel geweint …

Ihre Finger rutschten an einem kleinen Knopf ab. Er war schwarz. Genauso schwarz wie ihre restlichen Anziehsachen. Alle würden heute schwarz tragen. Es war immerhin Ma-

Erneut rutschte sie ab. Diesmal am zweiten Knopf. Sie atmete tief durch. Schloss die Augen. Versuchte es noch einmal.

Aber sobald sie ihre Finger anspannte, begannen sie zu zittern.

Nein!

Diana kniff die Augen zu. Sie stellte sich vor, wie sie etwas anderes anzog. Irgendetwas buntes. Genau. Sie hatte so ein grünes Top im Schrank. Das hatte so ähnliche Knöpfe am Kragen. Marie hatte immer gemeint, dass es wie-

Marie.

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