M: Ein eigenwilliger Fund II

Johnny wartete einige Minuten im Verborgenen. Erst danach ging er in die Richtung des Hauses zurück. Er hielt sich dabei an die Straße. Blieb immer direkt neben dem Sandweg: Weit genug weg, um seine Umgebung zu überblicken, allerdings auch nah genug am Wald, um notfalls darin abzutauchen. Als er das Gebäude wieder mustern konnte, hielt er inne. Er beäugte die Fenster nachdenklich. Dann den kleinen Garten und die Treppe, die zum Haus führte.

Zu diesem Waisenhaus

Als er sich sicher war, dass niemand ihn beobachtete, lief er zügig auf das Haus zu. Trotz aller Vorsicht fühlte er sich dabei beobachtet. Also achtete er darauf, sich normal zu geben. Als würde er hier wohnen. Als wäre er jeden Tag hier.

Dennoch ließ dieses unbehagliche Gefühl nicht von ihm ab.

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M: Ein eigenwilliger Fund I

„Von hier aus muss ich wieder zurück. Tut mir leid, Junge“, murrte der Fahrer des LKWs.

„Schon gut. Ich komme schon klar“, entgegnete Johnny mit einem geübten Lächeln.

„Huh“, der Mann schüttelte jedoch den Kopf, „Wenn du meinst.“

Johnny ging nicht weiter auf den Fahrer ein. Er war nützlich gewesen, um ungesehen von den Straßen vor Merichaven zu verschwinden. Um keine direkten Spuren zu hinterlassen. Um von Niklas‘ Radar zu verschwinden …

Und nur das zählte.

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M: Das erste Lächeln

„Guten Morgen“, grüßte er Ling Chen Ma, als er, wie jeden Tag, unten an der Kreuzung mit ihm zusammenstieß.

„Ah. Guten Morgen“, erwiderte der Asiate lächelnd, „Heute wieder früher?“

Niklas zuckte mit den Schultern. Er gab sich gelassen. Nicht so, als hätte er wieder darauf gewartet, dass der andere endlich sein Apartment verließ. Nur, um den Kontakt zu wahren. Nur, um an Informationen zu kommen. Nur, um dabei unauffällig in dem neuen Viertel einzublenden.

„Konnte nicht schlafen. Du?“

Der Mann lachte gutmütig. Dennoch schien er sich umzusehen. Wie jeden Donnerstag. Also musste er auch letzte Nacht etwas gehört haben, über das er nicht frei sprechen konnte …

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M: Der Anfang vom Ende

Niklas grinste, als er die Verkehrsvideos beobachtete. Dort fuhr er. Matt. Er schien es eilig zu haben. Zu eilig.

Dieser dumme, dumme Kerl.

Nachdenklich gab er ein Kommando auf seinem Rechner ein. Er bezweifelte, dass sein einstiger Handlanger den Wagen gecheckt hatte. Nicht, wenn er so die Straßen runter raste. Er musste nur den richtigen Moment abpassen, um-

Enter.

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Akte: Niklas

So. Der Countdown läuft. Dann könnte ich Euch ja mal die einzige Akte vorstellen, die es je zum Struwwelpeter gegeben hat. Oder zumindest die einzige, die noch existiert, weil Noah sie in die Finger bekam und der Gute sich nur schwer von seinen Zetteln trennen kann.

Vorhang auf für Niklas! (Der übrigens alles andere als begeistert davon ist, wenn jemand Nachforschungen zu ihm anstellt.)

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