M: Nächtliche Klänge

Sophie schrak keuchend aus ihrem Bett auf. Sie umarmte sich. Krallte ihre Nägel in die Arme. Sie wusste nicht mehr ganz, was sie geträumt hatte. Zumindest, womit ihr Traum angefangen hatte. Mittendrin war es einfach dunkel geworden. Und dann hatte etwas gescheppert. Es hatte geknirscht. Da waren Schritte gewesen. Ein Knarren. Und dann das Quietschen einer Tür …

Angespannt lockerte sie ihre Finger und tapste zum Fenster. Um es zu öffnen. Um in die Nacht zu lauschen. Um die Fledermäuse fiepen zu hören. Um nicht mehr diese Schritte im Hinterkopf zu hören …

Erst die neuen Geräusche entspannten sie.

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M: Ab in die Kleinstadt

Jane Strom betrat das erste ihrer zwei neuen Häuser vorsichtig. Sie hatte beide aus Centy heraus erstanden. Ohne sie zu besichtigen. Ohne Danni diese Aufgabe zu übertragen. Oder Mrs. Kleid. Das war am sichersten gewesen. Ohne die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erregen.

„Hier … wohnen wir jetzt?“, erkundigte sich ihr Mann.

„Ja und nein“, sie wandte sich Mrs. Kleid zu, die Janes verschlafene Zwillinge in ihren Armen trug, „Für dich habe ich ein zweites Haus gekauft. Eine Straße weiter. Ich weiß ja, dass du auch mal deine Ruhe magst.“

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M: Leerer Paketdienst II

Lucifer beobachtete, wie Kim vor dem Fenster auf und ab tigerte. Er selbst hatte sich an die Wand neben der Tür gelehnt. So konnte er am besten lauschen, wie die Bewohner ins Haus kamen. Wie die Schwangere sich auf das Drängen der anderen hinsetzen musste. Wie sie gefragt wurde, ob sie ordentlich getrunken hätte …

Auf ihr „Geht so“ fühlte sich Lucifer erneut zurückgerissen. Er musste wieder an seine Mutter denken. Und wie sein Vater ihn stets dazu verdonnert hatte, sich mit um sie zu kümmern. Sobald ihr der Mann wegmusste, war Lucifer dafür verantwortlich gewesen, auf sie und Michael aufzupassen. Er hatte ihr damals immer wieder Wasser gebracht. Er hatte mit Michael geschimpft, falls dieser zu laut wurde und ihre Mutter Kopfschmerzen hatte. Und er hatte die Zeitungen versteckt, wenn auf den ersten Seiten zu gruselige Fotos abgedruckt waren …

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M: Leerer Paketdienst I

Raptioville wirkte auf Lucifer so unscheinbar. Es überraschte ihn, dass dieser Ort eine Kleinstadt sein sollte. Er war so mickrig. So … leer? Aber vielleicht lag das auch nur an Merichaven. Neben dieser Großstadt wirkte bestimmt jedes größere Kaff winzig.

„Das ist es“, er deutete auf ein Einfamilienhaus inmitten dutzend anderer.

Denn laut der Stadtverwaltung lebten hier die einzigen Stroms des Ortes.

„Meinetwegen“, murrte Kim und schnappte sich das leere Paket. Dennoch fuhr Lucifer noch weiter, um sicherheitshalber eine Querstraße entfernt zu parken.

Er wollte nicht, dass Angeline seinen Wagen erkannte.

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M: Die Rückkehr II

Erleichterung machte sich in Angeline breit, als sie die Eierkuchen an die Gäste verteilte. Die Polizistin, ihre Mom und Marie waren der Einladung mitzuessen so bereitwillig nachgekommen, dass sie sich wohl nun eher darum sorgen musste, dass ihr Vater noch einen Eierkuchen abbekäme. Vor allem, da Tyler sein Essen geradezu weginhalierte, solange er sich nicht in die Mitte der Gespräche schob.

„Noch einen!“, forderte Tyler erneut mit seinem ausgestreckten Teller und sogleich entfloh Angeline ein Lachen.

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