Timothy – Der Plan …

Schwarzer Tod. So hatte Timmy die Krankheit genannt. Sie wäre letztes Jahr auch durchs Dorf gewütet. Damals hatte sie Julie verschont. Nicht jedoch die Kinder, die die Straße runter gewohnt hatten.

Nur eines von den knapp zwanzig hatte überlebt.

„George hatte Medizin von einem Reisenden probiert. Papa hatte sie Balds Augensalbe oder so genannt. Keine Ahnung“, der Timmy wurde immer leiser.

Seine Stimme klang so angespannt …

„Vielleicht hat dieser George nicht alles davon aufgebraucht?“, fragte ich vorsichtig.

„Sicher doch! Und was dann? Hm?!“, er lachte höhnisch, während er seine Schwester an sich presste, „Wenn ich nach der Medizin frage, würde George wissen wollen, warum. Seine Eltern würden den Preis dafür in den Himmel feilschen. Nur, um zu bemerken, dass wir nicht zahlen können, weil wir hier allein leben. Wir würden ins Heim kommen – wenn Julie es überhaupt bis dahin schaffen wird!“

Er weinte. Dieser sonst so sture, schroffe Junge weinte. Er war am Ende seiner Kräfte. Wegen der Schwester, die er über alles liebte. Wegen-

Ein Gesicht schlich sich in meine Gedanken. Ein Mädchen. Nicht Jane. Es war zu mir gerannt, als das Anwesen gebrannt hatte. Sie hatte mich gerufen. Oder irrte ich mich? Wer-

„Es ist zu Ende“, Timmys Flüstern holte mich zurück und erschrocken wies ich die Erinnerung fort.

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Der Fluch

Pinselstrich
Um Pinselstrich.
Erkennbar im matten Licht
Das eingefall’ne Gesicht.

Verfilzte Haare,
Asche und Ruß.
Weil es keine zehn Jahre
Alte gewesen sein muss.

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen
Taten.

Soll es verwirktes Leben
Wirklich immer geben?

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen
Sünden.

Soll dieser endlose Schmerz
Wirklich einziehen ins Herz?

Verstorben in Flammen!
Wegen vergangenen-
Nein!

Dies ist kein Ende.
Dies ist kein Punkt.
Es ist ein Und-
Und eine Rückblende.

So erklärt dieser Fluch
Den wütenden Besuch
Der lodernden Hölle
Und erinnert uns …